Prof. Dr. Sandra Noeth
Research Lab
© Sandra NoethSandra Noeth ist Professorin am HZT Berlin und arbeitet als Kuratorin und Dramaturgin. Ihr Schwerpunkt liegt auf körperbasierter Forschung in den Künsten, in Politik und Gesellschaft. Ihre Projekte finden häufig an den Schnittstellen unterschiedlicher künstlerischer, sozialer, politischer und aktivistischer Felder und Praktiken statt.
Sandra ist international als Dozentin und Pädagogin tätig. Von 2012 bis 2018 war sie Senior Lecturer bei SKH – Stockholm University of the Arts und von 2015 bis 2016 Gastprofessorin bei Ashkal Alwan in Beirut. Seit 2018 kuratiert sie die HZT/SODA Lecture Series, die internationale Forscher:innen, Künstler:innen und Denker:innen an den Schnittstellen von Ästhetik, Politik und Ethik zusammenbringt. Zudem initiierte sie die Projektreihe Sites of Knowing (seit 2025), die Ansätze, Kontexte und Bedingungen für körperbasierte Forschung in den Künsten untersucht (zusammen mit R. Najdi und N. Delić). Seit 2025 ist Sandra stellvertretende künstlerische Direktorin des Zentrums.
Ausgewählte Forschungs- und kuratorische Aktivitäten konzentrieren sich auf die Rolle, den Status und die Handlungsfähigkeit von Körpern in Grenzprozessen (siehe What does it take to cross a border?, ifa-gallery Berlin, 2018–19); auf die Beziehung zwischen Kunst, Körpern und der ungleichen Schutzpolitiken (siehe die internationale Forschungsgruppe und Programmreihe Bodies, un-protected, mit dem Künstler:innenhaus Mousonturm Frankfurt am Main, 2020–22); auf die Verkörperung struktureller Gewalt (siehe die Programm- und Workshopreihe Violence of Inscriptions, kuratiert mit A. Zaides und HAU – Hebbel am Ufer Berlin, 2015–2018); sowie auf Praktiken des kollektiven Lernens (siehe Hållning – eine körperbasierte Plattform für kollektives Lernen, mit MDT Stockholm, 2020–21). Als Dramaturgin arbeitet Sandra sowohl im freien als auch in institutionellen Kontexten (zuletzt mit Lina Majdalanie und Rabih Mroué an der Performance Four Walls and a Roof, Festival d’Automne Paris, 2025) und war von 2009 bis 2014 Leiterin der Abteilung Dramaturgie und Forschung am Tanzquartier Wien.
Ausgewählte Publikationen: Resilient Bodies, Residual Effects. Artistic Articulations of Borders and Collectivity in Lebanon and Palestine (Monografie, 2019); Bodies of Evidence: Ethics, Aesthetics and Politics of Movement(herausgegeben mit G. Ertem, 2018); Violence: Embodiment(herausgegeben für die Forschungszeitschrift PARSE, 2022);Breathe. Critical Investigations into the Inequalities of Life(mit J. Janša, 2023); Shielding: Body-based Studies on Imtegrity and Protection(mit J. Janša und S. Umathum, 2024); Classed Bodies. The Performance of Discrimination in the Arts (mit D. Belasco Rogers, erscheint Herbst 2026); Body Concepts (mit L. Ruprecht, erscheint 2027). Zusammen mit J. Janša, S. Umathum und dem Verlag transcript gibt sie Corporeal Matters heraus, eine Publikationsreihe zu körperbasierter Forschung in den Künsten. Derzeit bereitet Sandra ein Buchprojekt über den ambivalenten Status des Körpers im Internationalen Menschenrecht aus performancetheoretischer Perspektive vor.
Sandra ist regelmäßig als Beraterin und Gutachterin in den Bereichen Tanz, Choreografie, Performancekunst und Forschung für nationale und internationale Jurys und Berufungskommissionen tätig. Sie betreut Promotionsvorhaben in den skizzierten Themenbereiche.