maC Masterprojekte 2020

Das Corona-bedingte digitale Sommersemester 2020 hat auch die Pläne für die Abschlussarbeiten des maChoreographie aufgewirbelt. Das Projekt Unsere INSEL von David Lima wurde zunächst als gemeinschaftliches Tanzprojekt mit Bewohner*innen der Mierendorff-Insel in Berlin-Charlottenburg geplant. Im Zuge der Corona-Beschränkungen im Frühling 2020 wurde das Projekt ins Netz verlegt - das Bild der Insel bekam noch einmal eine ganz andere Bedeutung. Zum Ende des Semesters, folgten dann noch die filmische Abschlussarbeit von Jade Carboni Dancing my Hero - Rebellen des Friedens mit sechs Soli über die transformatorische Erneuerung des Körpers, sowie "Blind Clouds" von maC Alumni Jenni Ramsperger. Der Ausgangspunkt der Stopp, der durch die Corona Pandemie ausgelöst wurde. Entstanden ist eine Arbeit über die Dynamik von Bewegung im Zusammenhang mit Linien, Flächen und Zuständen in der Malerei.

maC Abschlussarbeiten 2020

"Unsere Insel" von David Lima
Teilnehmende: Dagmar Eichhorn, Gundi Kälber, Joachim Saint-Paul, Yaara Marx, Frank Markowski, Catarina Marcos, Elisabeth Hirsch
Team: Choreografische Leitung: David Lima, Dramaturgie: Sofie Neu, Schnitt und Webseite: João Miguel Ferreira,  Sound: Anna Petzer, Zeichnungen: Diogo de Calle, Kostüm: Magdalena Baader, Setting: Thibaud Leroy und Joanna von Essen

"Dancing my Hero" von Jadi Carboni
Premiere: 14.07.2020
Choreografie und Konzept: Jadi CarboniPerformance, Texte, Stimmen: Lisa Zunftmeister,  Edith B. Pedersen, Jadi Carboni, Anna Petzer,  Katharina Rustler, Susanne Gruber, Jakob Blazejczak.

"Blind Clouds" von Jenni Ramsperger
Photos: K. Schrawattke

"EXPLOSION" by Alica Minar
Premiere, 19.11.2020
Ein Tanzstück für drei Tänzer*innen, das den humorvollen Umgang mit dem Material und das Interesse an der kaum kontrollierbaren körperlichen Energie der Wut auf bizarre Weise vereint und daraus eine märchhafte Bilderwelt erschafft.
Choreographie: Alica Minárová, Dance: Caroline Alexander,  Evgenia Chetvertkova, Lauri Lohi, Musik: Matouš Hejl, Stage design und Kostüme: Claudia Gali, Light Design: Raquel Rosildete, Text: Henning Bochert und Ensemble, Choreographische Assistentin: Lenka Vořechovská, Produktions Assistenz: Alžběta Konečná, Supervision: Wanda Golonka, Christiane Berger, Mentoring: Lukas Matthaei, Sandra Umathum

 

Dancing my Hero

Jadi Carboni

Die Heldin tanzt, mein Körper spricht. Mein Held, mein Körper: Er hält mich am Leben, er ist einzigartig und Teil eines ganzen Lebenszyklus. Auch wenn wir keine Möglichkeit zu echtem Körperkontakt haben – unser Körper ist immer da, macht uns immer das Angebot, unsere innere Stärke und die Verbundenheit unseres Lebens wiederzuentdecken. Dieses Stück ist eine Reise durch sechs ineinander verwobene Soli, die durchdrungen sind von Dankbarkeit für das Leben und für den eigenen Körper, verstanden als Kontinuum von Geist, Körper und Seele im unendlichen Kreislauf von Transformation und Erneuerung.

Premiere: 14.07.2020, 20:00 Uhr
Dauer: ca. 30 min

Choreografie und Konzept: Jadi Carboni

Kamera und Schnitt: Lea Bethke, Jadi Carboni
Komposition: Anna Petzer,
Musik: Turi Agostino
Dramaturgie: Susanne Gruber
Bühnenbild: Jakob Blazejczak
Performance, Texte, Stimmen: Lisa Zunftmeister,  Edith B. Pedersen, Jadi Carboni, Anna Petzer,  Katharina Rustler, Susanne Gruber, Jakob Blazejczak.
Text: Emma Goldman, LuZ.

Danke an: Ingo Reulecke, Christiane Berger, Isabelle Schad, Christopher Williams

Mit freundlicher Unterstützung des Deutschen Bühnenvereins/Landesverband Berlin.

Bilddokumentation

2019 – ABSCHLUSSARBEITEN MA CHOREOGRAPHIE

Sieben Studierende des MA Choreographie zeigten in den Uferstudios und auf den Bühnen der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch ihre Abschlussarbeiten. Die internationalen Studierenden aus dem Iran, Finnland, der Schweiz, Niederlande, Deutschland und den USA brachten ihre je eigene künstlerische Handschrift und Herangehensweise mit: „Come rain, come shine“ von Kaisa Nieminen entfaltet eine von feministischer Poesie, Rap und der Hexe Louhi aus der finnischen Mythologie inspirierte emotionale Landschaft. In seinem Tanzstück “Tekiyeh” konfrontiert Ashkan Afsharian Bewegungsmaterial aus einem religiösen Ritual, der iranischen Ashura-Zeremonie, mit west-europäisch geprägten Körpern. Dina Sennhauser erforscht in ihrer Choreographie „PerForma“ die unterschiedlichen Konsequenzen, die das Zusammenspiel von Individuen in einem performativen Rahmen haben kann. „Oscillate“ von Maria Rutanen ist eine choreographische Untersuchung der Bewegungen der Kontraktion und Expansion im Individuum, in den Massen und in der Umwelt, zwischen Fülle und Leere. „Remember Why“ von Jasminka Stenz ist eine Tanzperformance zwischen Xenophilie und Xenophobie, die die Zuschauer einlädt, in einen ungewissen Raum zu treten. Niels Weijer choreographiert in „fluid horizons“ atmosphärische Interaktionen von farbigen Körpern in imaginären Klang-Welten. Zum Abschluss zeigt Katrina E. Bastian mit „LeibBeiMir/BodyByMe“ ein Stück über das Faken und News, Fake Körper, Fake Gefühle und schafft Situationen, die das Authentische der Aufführung offenbaren.

SPIELPLAN

14. + 15.6. 2019 | 19 h
Kaisa Nieminen: Come rain, come shine | Campus Uferstudios, Studio 14
18. + 19.6. 2019 | 20 h
Ashkan Afsharian: Tekiyeh | Campus Zinnowitzer Str., Bühne UNTEN
21. + 22.6.2019 | 19 h
Dina Sennhauser: PerForma | Campus Uferstudios, Studio 12
21. + 22.6. 2019 | 20.30 h
Maria Rutanen: Oscillate | Campus Uferstudios, Studio 14
27. + 28.6. 2019|  19 h
Jasminka Stenz: REMEMBER WHY | Campus Zinnowitzer Str., Bühne OBEN
28. + 29.6. 2019 | 19 h
Niels Weijer: fluid horizons | Campus Uferstudios, Studio 14
4. + 5.7. 2019 | 20 h
Katrina E. Bastian: LeibBeiMir| |BodyByMe | bat Studiotheater der HfS Ernst Busch