maC Masterprojekte 2020 / 2021

Die Corona-bedingten digitalen Semester 2020/2021 haben auch die Pläne für die Abschlussarbeiten des maChoreographie aufgewirbelt. Wir dokumentieren hier die Abschlussarbeiten Unsere INSEL von David Lima, Dancing my Hero - Rebellen des Friedens mit sechs Soli über die transformatorische Erneuerung des Körpers von Jade Carboni, sowie "Blind Clouds" von maC Alumni Jenni Ramsperger über die Dynamik von Bewegung im Zusammenhang mit Linien, Flächen und Zuständen in der Malerei.

maC Abschlussarbeiten 2020/2021

Diamond - The Crossing Point of Money and Spirituality  by Nagao Akemi
Ein Tanzvideo von: Nagao Akemi, Lyllie Rouvière, Max Lindemann, Federico Polucci, Segawa Tetsumi, Michael Tuttle und Yassu Yabara
Regie, Choreographie, Kamera, Videobearbeitung: Nagao Akemi, Co-Choreographie, Tanz, Stimme: Lyllie Rouvière

"Unsere Insel" von David Lima
Teilnehmende: Dagmar Eichhorn, Gundi Kälber, Joachim Saint-Paul, Yaara Marx, Frank Markowski, Catarina Marcos, Elisabeth Hirsch
Team: Choreografische Leitung: David Lima, Dramaturgie: Sofie Neu, Schnitt und Webseite: João Miguel Ferreira,  Sound: Anna Petzer, Zeichnungen: Diogo de Calle, Kostüm: Magdalena Baader, Setting: Thibaud Leroy und Joanna von Essen

"Dancing my Hero" von Jadi Carboni
Premiere: 14.07.2020
Choreografie und Konzept: Jadi CarboniPerformance, Texte, Stimmen: Lisa Zunftmeister,  Edith B. Pedersen, Jadi Carboni, Anna Petzer,  Katharina Rustler, Susanne Gruber, Jakob Blazejczak.

"Blind Clouds" von Jenni Ramsperger
Photos: K. Schrawattke

"EXPLOSION" by Alica Minar, Premiere, 19.11.2020
Choreographie: Alica Minárová, Dance: Caroline Alexander,  Evgenia Chetvertkova, Lauri Lohi, Musik: Matouš Hejl, Stage design und Kostüme: Claudia Gali, Light Design: Raquel Rosildete, Text: Henning Bochert und Ensemble, Choreographische Assistentin: Lenka Vořechovská, Produktions Assistenz: Alžběta Konečná, Supervision: Wanda Golonka, Christiane Berger, Mentoring: Lukas Matthaei, Sandra Umathum

Diamond - The Crossing Point of Money and Spirituality

Nagao Akemi

Geld ist ein Werkzeug für den Austausch, eine Macht, ein Glaube, ein Spiel, eine Droge und ein Symbol für den Kapitalismus.
Spiritualität bist du, deine Existenz.

Ich glaube nicht an die kapitalistische Art zu arbeiten, zu leben, zu handeln oder zu lieben. Ich meine so etwas wie Rauschen, hohe Geschwindigkeit, keine Pausen, nonstop, immer nur mehr und mehr.

Ich brauche eine Pause. Ich brauche Ruhe. Ich brauche Zeit zum Nachdenken und um verwirrt zu sein. Ich muss aufhören. Ich muss langsamer werden. Ich brauche leeren Raum und Zeit. Ich muss mit meinem Körper denken. Ich muss tanzen.

Ein Tanzvideo von: Nagao Akemi, Lyllie Rouvière, Max Lindemann, Federico Polucci, Segawa Tetsumi, Michael Tuttle und Yassu Yabara
Regie, Choreographie, Kamera, Videobearbeitung: Nagao Akemi, Co-Choreographie, Tanz, Stimme: Lyllie Rouvière, Kostüme: Federico Polucci, Komposition, Video-Postproduktion: Michael Tuttle, Raum: Yassu Yabara, Dramaturgie: Max Lindemann, Co-Forschung: Segawa Tetsumi, Kamera: Noam Gorbat, Technischer Leiter: Andreas Harder, Technische Unterstützung: Ingmar Steinfurth, Knut Polster und Michael Rautenberg, Betreuerinnen: Wanda Golonka, Christiane Berger, Mentorinnen: Meg Stuart, Isabel Robson, Melanie Jame Wolf, Photos: Elma Riza

Besonderen Dank an: Zahava Rodrigo, Sabrina Huth, Rocio Marano, Eli Cornejo, Seigaku, Claire - Clara Federica Crescini, Maximilian Stelzl, Ingo Reulecke, Susanne Vincenz, Maxie Schreiner, Karsten Dirk Gloger, Hjördis Osterburg, Britta Geister, Uta Witte, Gisle Martens Meyer, Moki, Tamara Rettenmund, Gabriel Galindez Cruz, Spiel & Objekt, alle Mitarbeiter:innen der HfS Ernst Busch und des HZT, und Familie und Freunde. Mit freundlicher Unterstützung durch die Studienstiftung des deutschen Volkes und dem Deutschen Bühnenverein/Landesverband Berlin.

Dancing my Hero

Jadi Carboni

Die Heldin tanzt, mein Körper spricht. Mein Held, mein Körper: Er hält mich am Leben, er ist einzigartig und Teil eines ganzen Lebenszyklus. Auch wenn wir keine Möglichkeit zu echtem Körperkontakt haben – unser Körper ist immer da, macht uns immer das Angebot, unsere innere Stärke und die Verbundenheit unseres Lebens wiederzuentdecken. Dieses Stück ist eine Reise durch sechs ineinander verwobene Soli, die durchdrungen sind von Dankbarkeit für das Leben und für den eigenen Körper, verstanden als Kontinuum von Geist, Körper und Seele im unendlichen Kreislauf von Transformation und Erneuerung.

Premiere: 14.07.2020, 20:00 Uhr
Dauer: ca. 30 min

Choreografie und Konzept: Jadi Carboni

Kamera und Schnitt: Lea Bethke, Jadi Carboni
Komposition: Anna Petzer,
Musik: Turi Agostino
Dramaturgie: Susanne Gruber
Bühnenbild: Jakob Blazejczak
Performance, Texte, Stimmen: Lisa Zunftmeister,  Edith B. Pedersen, Jadi Carboni, Anna Petzer,  Katharina Rustler, Susanne Gruber, Jakob Blazejczak.
Text: Emma Goldman, LuZ.

Danke an: Ingo Reulecke, Christiane Berger, Isabelle Schad, Christopher Williams

Mit freundlicher Unterstützung des Deutschen Bühnenvereins/Landesverband Berlin.

Bilddokumentation

2019 – ABSCHLUSSARBEITEN MA CHOREOGRAPHIE

Sieben Studierende des MA Choreographie zeigten in den Uferstudios und auf den Bühnen der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch ihre Abschlussarbeiten. Die internationalen Studierenden aus dem Iran, Finnland, der Schweiz, Niederlande, Deutschland und den USA brachten ihre je eigene künstlerische Handschrift und Herangehensweise mit: „Come rain, come shine“ von Kaisa Nieminen entfaltet eine von feministischer Poesie, Rap und der Hexe Louhi aus der finnischen Mythologie inspirierte emotionale Landschaft. In seinem Tanzstück “Tekiyeh” konfrontiert Ashkan Afsharian Bewegungsmaterial aus einem religiösen Ritual, der iranischen Ashura-Zeremonie, mit west-europäisch geprägten Körpern. Dina Sennhauser erforscht in ihrer Choreographie „PerForma“ die unterschiedlichen Konsequenzen, die das Zusammenspiel von Individuen in einem performativen Rahmen haben kann. „Oscillate“ von Maria Rutanen ist eine choreographische Untersuchung der Bewegungen der Kontraktion und Expansion im Individuum, in den Massen und in der Umwelt, zwischen Fülle und Leere. „Remember Why“ von Jasminka Stenz ist eine Tanzperformance zwischen Xenophilie und Xenophobie, die die Zuschauer einlädt, in einen ungewissen Raum zu treten. Niels Weijer choreographiert in „fluid horizons“ atmosphärische Interaktionen von farbigen Körpern in imaginären Klang-Welten. Zum Abschluss zeigt Katrina E. Bastian mit „LeibBeiMir/BodyByMe“ ein Stück über das Faken und News, Fake Körper, Fake Gefühle und schafft Situationen, die das Authentische der Aufführung offenbaren.

SPIELPLAN

14. + 15.6. 2019 | 19 h
Kaisa Nieminen: Come rain, come shine | Campus Uferstudios, Studio 14
18. + 19.6. 2019 | 20 h
Ashkan Afsharian: Tekiyeh | Campus Zinnowitzer Str., Bühne UNTEN
21. + 22.6.2019 | 19 h
Dina Sennhauser: PerForma | Campus Uferstudios, Studio 12
21. + 22.6. 2019 | 20.30 h
Maria Rutanen: Oscillate | Campus Uferstudios, Studio 14
27. + 28.6. 2019|  19 h
Jasminka Stenz: REMEMBER WHY | Campus Zinnowitzer Str., Bühne OBEN
28. + 29.6. 2019 | 19 h
Niels Weijer: fluid horizons | Campus Uferstudios, Studio 14
4. + 5.7. 2019 | 20 h
Katrina E. Bastian: LeibBeiMir| |BodyByMe | bat Studiotheater der HfS Ernst Busch