The Healing Arts: Encounters in Art and Medicine

Vortrag von Prof. Dr. Monika Ankele & Angela Alves vom 20.05.2026

Im Rahmen ihrer Forschungspraxis hat unsere künstlerische Mitarbeiterin Angela Alves zusammen mit Prof. Dr. Moniak Ankele einen Vortrag zu den Themen "Horizontal - Politics and Poetics from a Sickbed" und "Cripping Nervous SysteMS - How to dance with stressed cultures" gehalten. Der Vortrag sowie das anschließende Gespräch zwischen Monika Ankele, Angela Alves und Lukas Feireiss ist Teil der Reihe "The Healing Arts: Encounters in Art and Medicine" und fand am 20.05.2026 von 18:00-20:00 Uhr im Paul-Ehrlich-Hörsaal des Charité Medical Center Berlin statt. Die Aufzeichnung des Talks finden Sie hier verlinkt. 

The Healing Arts ist eine Reihe von diskursiven Begegnungen, die sich mit den Schnittstellen von Kunst und Medizin auseinandersetzen. Die Reihe wurde vom Kurator und Pädagogen Lukas Feireiss ins Leben gerufen und wird von ihm moderiert. Seit 2023 wird sie in Zusammenarbeit mit der International Society of Arts and Medicine und dem Netzwerk Kunst und Medizin an der Charité Universitätsmedizin organisiert.

Mehr Informationen über The Healing Arts hier.

Angela Alves ist eine in Berlin lebende Choreografin, Tänzerin und Kulturarbeiterin, die mit einer chronischen neurologischen Erkrankung lebt. Ihre Praxis entfaltet sich an der Schnittstelle von Körper, Kunst und Politik und hinterfragt vorherrschende Narrative von Gesundheit und Krankheit. Ausgehend von ihren eigenen Erfahrungen entwickelt sie Performances und Installationen, die sich mit Verletzlichkeit, Ruhe und alternativen Formen der Produktivität in der Kunst auseinandersetzen. Im Mittelpunkt ihrer Arbeit stehen inklusive Strategien, wobei sie Praktiken wie Ausruhen, Aufhören und „Cripping“ als Formen des Widerstands und der Fürsorge in den Vordergrund stellt. Alves studierte Tanz an der ArtEZ (NL) und Tanzwissenschaft an der Freien Universität Berlin. Seit 2023 ist sie künstlerische Mitarbeiterin im Projektteam von Prof. Claire Cunningham am Hochschulübergreifenden Zentrum für Tanz (HZT) und trägt zur Forschung und Praxis im Bereich inklusiver und körperbezogener Performance bei.

Prof. Dr. Monika Ankele ist Professorin für Medizingeschichte und Medizinmuseologie an der Charité – Universitätsmedizin Berlin und Direktorin des Berliner Museums für Medizingeschichte. Als ausgebildete Historikerin konzentriert sich ihre Forschung auf die Geschichte der Psychiatrie, Patientenperspektiven und die materiellen Kulturen der Medizin. Sie ist Gründungsvorstandsmitglied der International Association for Medical & Health Humanities and Artistic Research (IMHAR) und war Mitleiterin des zugehörigen Instituts an der Hochschule für Künste im Sozialen in Ottersberg. Ihre Arbeit schlägt eine Brücke zwischen historischer Forschung und aktuellen Debatten in den medizinischen Geisteswissenschaften. Zu ihren jüngsten Veröffentlichungen gehören Beiträge zu Art and the Critical Medical Humanities (Bloomsbury, 2026). Im Mai 2026 wird sie die Ausstellung Horizontal: Politics and Poetics from the Sickbed im Berliner Museum für Medizingeschichte eröffnen.