Audioinstallation DAUERBADEN von Angela Alves
im Rahmen der Ausstellung "On Water" im Humboldt Labor
Die chronisch kranke Choreografin und künstlerische Mitarbeiterin des Einstein-Teams Angela Alves zeigt im Rahmen ihrer Forschungspraxis die Audioinstallation DAUERBADEN als Teil der Ausstellung „On Water“, die vom 10. Oktober 2025 bis zum 27. September 2027 im Humboldt Labor zu sehen und / oder zu hören ist.
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DAUERBADEN im Humboldt Labor
Die mit Badewasser gefüllten historischen Präparategläser verweisen auf eine medizinische Behandlungsmethode, die bis Mitte des 20. Jahrhunderts in psychiatrischen Einrichtungen angewendet wurde. Während der sogenannten „Dauerbadtherapie” mussten Patient*innen über Tage, Wochen und sogar Monate im Wasser liegen.
Angela Alves spürt der Geschichte dieser Personen und Behandlungspraxis nach. Inspiriert von Elizabeth Faulhabers Zeichnung (siehe oben), die sich zeichnend eine weitere Person zu sich in die Wanne imaginiert, lädt Angela Alves andere chronisch kranke Frauen in ihre private Badewanne ein, um gemeinsam zu baden und zu sprechen – über die Zeichnungen der Dauerbadpatient*innen Elisabeth Faulhaber, Maria Puth und Karl Zimmermann, über das Baden selbst und über die Erfahrungen der »kranken Frau« im medizinischen System heute. Sowohl das Badewasser, in dem diese Gespräche stattfanden als auch die Gespräche selbst, werden ausschnitthaft gesammelt und aufbewahrt.
Vier Zusammenschnitte dieser Wannengespräche werden in der Ausstellung »On Water« über eine Hörmuschel zugänglich gemacht. Sie sind um die 7 Minuten lang und über einen Button einzeln anwählbar. Das dazugehörige Badewasser wurde in jeweils eines der vier Präparategläser aus dem Depot des Berliner Medizinhistorischen Museum der Charité umgefüllt und ist ebenfalls Teil der Ausstellung.
DAUERBADEN enstand in Kooperation mit dem Berliner Medizinhistorischen Museum de Charité, dem Humboldt Labor und dem Hochschulübergreifenden Zentrum Tanz Berlin (HZT).
Ein ganz großes Dankeschön geht an die wunderbaren Dauerbadgästinnen Daniela Dröscher, Silke Hofmann, Isot Lang und Annekathrin Walther. Tausend Dank für euren Mut und euer Vertrauen, eure klugen Gedanken und euer Wasser. Vielen Dank an Monika Ankele, die strahlend mit mir aus dem Bett in die Badewanne gehopst ist, an Susanne Adam und Agnes Ehlich fürs Lesen, Schreiben, Putzen und an meiner Seite sein und an das gesamte Crip/Choreo/Care-Team vom HZT. Vielen Dank auch an Anna-Lisa Dieter und das Team des Humboldt Labors sowie das Präparateglas-Team des Berliner Medizinhistorischen Museum der Charité.
Ein spezielles Dankeschön geht raus an Saša Asentić für die künstlerische Care-Arbeit, Volker Wydra für die biotopische Beratung und an den Tonchirurgen Jochen Hindenburg für die tontechnische Notfalloperation.

