Absent presence & quiet threads: crip callings

Raquel Meseguer Zafe in conversation with Nadja Dias

Am 1. Juli war die Künstlerin Raquel Meseguer Zafe zu Gast in unserer Reihe „Listen & Lunch“, um gemeinsam mit unserer künstlerischen Mitarbeiterin Nadja Dias über „Absent presence & quiet threads: crip callings“ zu sprechen.

In diesem Gespräch reflektiert Raquel über die Entwicklung ihrer künstlerischen Praxis und zeichnet dabei wichtige Projekte, Methoden und Fragestellungen nach, die ihre Arbeit geprägt haben. Die Diskussion befasst sich mit partizipativen und ko-gestaltenden Ansätzen, stützt sich dabei auf Werke wie Cloudspotting und Proper Time und untersucht, wie diese Projekte sich mit Erfahrungen von Präsenz, Abwesenheit und Verbindung über Entfernungen hinweg auseinandersetzen. Raquel erörtert die Rolle kreativer Technologien bei der Förderung von Zusammenarbeit und Formen der „abwesenden Präsenz“ und berücksichtigt dabei sowohl bereits realisierte als auch sich noch entwickelnde künstlerische Experimente. Das Gespräch befasst sich zudem mit laufenden Forschungsinitiativen, darunter Crip Proverbs und Rewriting Spaces, sowie mit neuen Praktiken, die verkörperte Wissensformen durch Sprache, Bewegung und Performance-Partituren untersuchen.

Das Gespräch wurde aufgezeichnet. Die Aufzeichnung sowie deutsche und englische Transkripte können auf Anfrage für Studierende, Dozierende, Mitarbeiter:innen und Forschende, die sich mit diesem Thema beschäftigen, zur Verfügung gestellt werden. Falls dies auf Sie zutrifft, wenden Sie sich bitte an einstein_shk[at]hzt-berlin.de.

Über Raquel Meseguer Zafe:

Raquels Arbeit bewegt sich zwischen Theater, Tanz, Installation, performativen Gesprächen und Fotodokumentation. 2016 gründete sie das Unchartered Collective, um theatralische Begegnungen zu schaffen, die die gelebte Erfahrung von Behinderung erforschen. Ihr Projekt „A Crash Course in Cloudspotting“ ist eine Installation und Performance, eine App und ein digitales Archiv. Derzeit befindet sie sich in der Forschungs- und Entwicklungsphase eines neuen Werks mit dem Titel „Proper Time“.

Raquel war Gründungsmitglied von Lost Dog Dance und wirkte als Associate Artist bei „Paradise Lost (lies unopened beside me)“ und „Juliet + Romeo“ mit. Im Jahr 2023 wurde sie für ihre Dramaturgie bei Lost Dogs „Ruination“ für einen Olivier Award nominiert. Raquel war Bewegungsregisseurin bei Rachel Bagshaws „The Shape of the Pain“ und Amy Hodges „Mother Courage“. Raquel war von Januar 2024 bis Juli 2025 Co-künstlerische Leiterin von Candoco Dance. Raquel nahm außerdem am Gathering „On Crip Technique, Knowledge and Expertise“ des Crip | Choroe | Care - Teams am HZT Berlin 2025 teil und präsentierte dort gemeinsam mit Jamie McCarthy den Performance-Vortrag „A World to Exist in for a Day“.