IF YOU LEAVE ME (NOW)...
Kollisionen 2026
In der Projektwoche "If you leave me (now)...", moderiert von Claire Cunningham zusammen mit der Künstlerin und Choreografin Juli Reinartz, ging es um Wahrnehmung von Zeit und den Akt des Weggehens in Performances.
Zu den zentralen Fragen gehörten:
- Wann gehst du/würdest du gehen?
- Was bedeutet es, einen Raum zu verlassen – eine Performance, einen Ort, choreografisches Material, eine Erzählung, ein System?
- Wie könnten wir Raum für das Unvollendete, Unterbrochene und Abwesende schaffen?
- Was wäre, wenn wir eine Performance gestalten würden, die Menschen (Publikum oder Darsteller*innen) dazu einlädt, zu gehen? Wie beeinflusst dies Inhalt, Form, Dauer, Ort und Gestaltung?
- Inwiefern könnte das Gehen ein gegenseitiger Akt der Fürsorge sein?
Ausgehend von den Arbeiten von Crip- und behinderten Künstler*innen wurden mit Claire und Juli das Gehen durch die Linse der Zugangsästhetik und der Choreografien der Fürsorge untersucht und dabei betrachtet, wie barrierefreies Design die Performance und das Erlebnis des Publikums in Bezug auf Raum und Zeit prägt.
Das Labor lud die Teilnehmenden dazu ein, über persönliche und kollektive Erfahrungen von Zeit – als Publikum und als Darsteller*innen – nachzudenken und dabei die damit verbundenen sozialen Zwänge und Stigmatisierungen zu untersuchen. Zu den Aktivitäten gehörten Gespräche, Lesen, Schreiben, barrierefreie Bewegung und räumliche Arrangements.



