19.10. I 18 UHR I MA SODA LECTURE I LUDGER SCHWARTE UND BOYAN MANCHEV: THE END OF CONTEMPORARY ART? I EIN DOPPELVORTRAG

 

The Introductory session of the SoDA lecture series in the winter semester will start with a radical critical question : has the end of contemporary art come? If what we call 'contemporary art' is a historical category, then it has limited historical validity. Are we witnessing the exhaustion of this validity? 

 

The philosophers Ludger Schwarte and Boyan Manchev share the intuition of radical transformation if not gradual exhaustion of what was conceived and identified as "contemporary art" in the last half century. They will propose two perspectives to deal with the opening provocative question, which the theater director Dirk Cieslak  asked them at a previous panel in June 2016. The lecture panel will also introduce and engage conversation around the theses of Schwarte's new book, "Notate für eine künftige Kunst". 

20. UND 21.10. I 7 PM I MA CHOREOGRAPHY AUTUMN PROJECTS:  LEONIE GRAF, JANNE GREGOR, I JUNG LIM I STUDIO 14

 

Die drei MA Choreographie Studentinnen Leonie Graf, Janne Gregor, I Jung Lim präsentieren ihre Semesterarbeiten.

 

 

 

LEONIE GRAF: DIMENSIONSBETRACHTUNG. EINE CHOREOGRAOHISCHE GRÖSSENVERSCHIEBUNG

©Nicole Frei
>©Nicole Frei

  

Über einer Öffnung an der Erdoberfläche wölbt sich sprudelnd eine Wasserglocke auf. Aus dem Untergrund schießen mit hoher Geschwindigkeit dutzende Wasserblasen herauf. Diese durchbrechen explosionsartig die Wasserglocke und reißen das Wasser als Fontäne mit sich in die Höhe. Was folgt, ist der Blick in die Vertikale und ein Zustand, der neue Wahrnehmung zulässt. Dieser dehnt sich aus und sucht seine Balance. - Was passiert, wenn sich vier Performer_innen bewegen und mit ihren Körpern versuchen, dem Raum eine neue Dimension zu verleihen?

 

mit: Simone Detig, Tashina Mende, Felix Utting, Ingileif Franzdóttir Wechner

Musik/ Komposition: Tobias Vethake

Szenografie: Nicole Frei

Lichtdesign: Christoph Bovermann

Choreographie: Leonie Graf

 

 

JANNE GREGOR: DIE UNENDLICHE FAHRT

© Janne Gregor
>© Janne Gregor

 

Vier Menschen befinden sich im Saal.
Doch man sieht sie nicht.

 

Sie schleichen ums Haus herum, hauchen ans Fenster und schaffen sich einen Platz in deinen Träumen.


Sie wissen, was schon Wagners Revolutionsgöttin wußte;

„Wo ich nicht bin, da ist der Tod! Ich vernichte, was besteht, und wohin ich wandle, da entquillt neues Leben dem toten Gestein. Ich komme zu euch, um zu zerbrechen alle  Ketten, die euch bedrücken, um euch zu erlösen aus der Umarmung des Todes.“

So soll es sein.
Dekolonisation durch Konfiskation europäischen Kulturgutes!
Und wenn sämtliche Urheber sich im Grabe umdrehen, tanzen wir dazu den Gule wamkulu.

Wir machen das Unsichtbare sichtbar!

Choreographie: Janne Gregor
Dramaturgische Beratung: Maja Zimmermann
von und mit: Innocent Akhagbeme, Michael Daoud, Jallow Mamudou,
Sounds: Emilio Gordoa
Bühnenbild und Ausstattung: Kim Scharnitzky
Lichtdesign: Luigi Kovács

 

 

I JUNG LIM: DER RAUM WO ES WEDER TAG NOCH NACHT GIBT

©I Jung Lim
>©I Jung Lim


Der menschliche Körper ist unablässig der Schwerkraft ausgesetzt. Daraus resultiert eine Erschöpfung, die sich in einer spannungslosen Körpersprache und in schleppenden Bewegungen ausdrückt. Warum wird dem Körper zusätzlich zu dieser Belastung noch die Verantwortung übertragen, Identität darzustellen?

Der Körper ist in einem Raum ohne klare Grenzen, in einem Zwischenraum. Hier halten sich die Menschen auf, die weder große Schuld tragen noch besondere Wohltaten erbracht haben. 

Wie können sich diese menschlichen Körper in diesem Raum formen und wie sehen sie aus?

 

Choreographie/ Text/ Sound: I Jung Lim

DarstellerInnen: Parwanhe Frei, Florence Freitag, Julia Turbahn, Simone Gisela Weder

Kostümbildnerin: Carolin Herzberg

Assistentin: Camille Jamelen

Korrektor für deutsche Ausdrucksweise: Karim Alameddine, Witalij Frese


 

Mit freundlicher Unterstützung des Deutschen Bühnenvereins, Landesverband Berlin.

Uferstudios, Studio 12 & 14, Uferstr. 8/23 bzw. Badstr. 41a, 13357 Berlin-Gesundbrunnen

S Gesundbrunnen, U8 Pankstraße, U9 Nauener Platz

uferstudios.com

Eintritt frei. Keine Reservierung möglich. Abendkasse ab 18:15 Uhr.

 

25. UND 26.10. I 7 PM I MA CHOREOGRAPHY AUTUMN PROJECTS: KATHERINE EVANS, YUKO MATSUJAMA I STUDIO 14

 

Die beiden MA Choreographie Studentinnen Katherine Evans, Yoko Matsujama präsentieren ihre Semesterarbeiten.

 

 

KATHERINE EVANS: IN DER STUBE MIT DEM OFFENEN FENSTER

©iStockphoto_Lisa-Blu
>©iStockphoto_Lisa-Blu

 

In dem Tanzstück In der Stube mit dem offenen Fenster sitzen viele Menschen, so viele wie es Stuben gibt. Durchs Fenster werfen sie mit ihrem Blick einen Rahmen auf die Welt. In dem Rahmen ist Platz für Familienessen mit gewetzten Messern, oder eine ferne, gescheiterte Liebe, die es sich in mancher Herzkammer gemütlich machte und von dort aus das Blut vorantreibt. 

In der Stube mit dem offenen Fenster wird Nähe und Distanz gleichermaßen Platz eingeräumt, so dass die allgegenwärtige Dissonanz zwischen körperlicher und emotionaler Befindlichkeit an die Oberfläche tritt. 

 

Choreographie: Kai Evans 

Von und mit: Yara-Li Mennel, Naïma Ferré, Lilly Pohlmann

Vocal Coach: Robert Liethoff 

Bühnenbild: Carolina Duarte 

Dramaturgie: Nadav Anin, Marie Yan

Sound: Amelie Neumann 

Licht: Catalina Fernandez

 


YUKO MATTSUJAMA: wʌn / tuː / fɔːr

©H.Weiffenbach
>©H.Weiffenbach

 

1.2.3.4 sind nur wenige der unendlich vielen Zahlen, mit denen sich verschiedene Rhythmen zählen lassen. Diese vier Zahlen ziehen sich wie ein roter Faden durch die Performance, sie lassen Raum für Interpretationen. Indem Tänzer und Musiker das rhythmische Zählen hören, werden bei ihnen Assoziationen und entsprechende Empfindungen geweckt.

 

Von und mit: Juan Felipe Amaya, Forough Fami, Ayako Toyama
Musik: Taylor Savvy 
Kostümberatung: Silvia Albarella
Lichtdesign: Catalina Fernandez

Dramaturgie: Juan Felipe Amaya

Idee, Choreographie und Musik: Yuko Matsuyama

 

 

 

Dank an das Kostümkollektiv e.V. für die Unterstützung des Kostümbilds durch den Fundus.

 

Mit freundlicher Unterstützung des Deutschen Bühnenvereins, Landesverband Berlin.

 

Uferstudios, Studio 12 & 14, Uferstr. 8/23 bzw. Badstr. 41a, 13357 Berlin-Gesundbrunnen

S Gesundbrunnen, U8 Pankstraße, U9 Nauener Platz

uferstudios.com

Eintritt frei. Keine Reservierung möglich. Abendkasse ab 18:15 Uhr.

 

26.10. I 6 PM I HZT OPEN LECTURE I JONAS RUTGEERTS „STILL DANCE: UNBECOMING RHYTHMS IN CONTEMPORARY CHOREOGRAPHY” I STUDIO ::

The work of many contemporary choreographers is characterised by the disruption of the traditional bind between dance and constant flow and the search for a choreographic movement that dissolves the absoluteness of the ‘here-and-now’ by always including what is ‘not-here’ and ‘not-now’. This results in a performative temporality that disrupts the neat alignment of past, present and future. The past no longer appears as something that has passed, but rather as something that always syncopates and double-crosses the present. As a dimension of potentiality, on the other hand, the future appears as part and parcel of the present.

By introducing the notion of rhythm, this lecture will explore this expansion of time and space in work of contemporary choreography. Resisting both the modernist understanding of time as duration and the – equally modernist – idea of the absoluteness of the transient now, the understanding of these performative temporalities via the notion of rhythm will enable a more complex exploration of the – polyrhythmic – relationship between an unstable present, an open-ended past and a potential future.

 

Dramaturge and performance theorist Jonas Rutgeerts is working as FWO-fellow at the Institute of Philosophy (KU Leuven) making a PHD on the concept of rhythm as an artistic and theoretical tool in contemporary choreography. In the wintersemester 2016/17 he is affiliated researcher at HZT Berlin. As a dramaturge he collaborates amongst others with Ivana Müller, David-Weber Krebs, Clément Layes, Needcompany. He is the author of ‘Re-act: Re-enactment in contemporary dance’ (2015).

29.10. I 7 PM I MA CHOREOGRAPHY AUTUMN PROJECTS: CARINA OTTE, ROMY SCHWARZER I STUDIO 14

 

Die beiden MA Choreographie Studentinnen Carina Otte, Romy Schwarzer präsentieren ihre Semesterarbeiten.

 

Carina Otte: Firn. Ein choreographischer Diskurs der Illusionen

© Carina Otte
>© Carina Otte

 

Sie schmilzt. Sie rumort. Sie kann uns vernichten. Sie braucht Firn. Menschen in einer Welt, in der Firn in seiner Komplexität und Gebrechlichkeit Inbegriff für Richtungen wird und Abhängigkeiten erfahrbar werden. Oder enteisen bereits erneut die Blaualgen und in Koexistenz von Stromatolithen entsteht neues Leben? Physische Regungen und Ausbrüche in einem Raum mit Zoomobjektiv.

 

 

Idee/ Konzept/ Choreographie: Carina Otte

Tanz/ Ko-Choreographie: Justiina Arjanmaa, Selma Hopsu, Petra Kauppila, Roosa Kääriäinen, Eveliina Lehtiniemi, Petronella Lehtiniemi, Kirsi Määttälä, Suvi Palonen, Rianna Rintamäki, Wilma Seppälä, Maiju Tiuraniemi, Suvi Tuominen

Musik/Komposition: Natalia Bustamante

 

 

 

ROMY SCHWARZER: AS SILENCE COMES 

©Romy Schwarzer
>©Romy Schwarzer

 

 

Ist das Leben nicht nur ein verrückter Traum. Nur eine Illusion von der Welt vor der Welt?

Versteckte Wesen, unsichtbares Huschen, unsicheres Glück, verbundene Schicksale, nichtfassbare Gewalten. Ich versuche dem Fremden zu entkommen, mich ihm anzunähern oder es zu akzeptieren. Ein Entgegenstellen erscheint zwecklos. Ich fliehe in die Zukunft und frage mich: Wo beginnt die Zeit? Wo endet der Raum?

As silence comes ist eine choreographische Untersuchung der Verknüpfung von Mensch und Natur. Eine Erzählung von fremden Wesen, die Glück und Hoffnung, wie auch Leid und Trauer bringen.

 

Choreographie: Romy Schwarzer

Tanz: Suvi Tuominen, Essi Koivula, Wilma Seppälä, Maiju Tiuraniemi, Selma

Hopsu

Musik/Komposition: Ilmari Tiitinen


 

 

 

Die Arbeiten von Romy Schwarzer und Carina Otte sind in Kooperation mit dem Studiengang Tanz des North Karelia College Outokumpu/ Finnland entstanden.

 

Mit freundlicher Unterstützung des Deutschen Bühnenvereins,Landesverband Berlin.

 

 

Uferstudios, Studio 12 & 14, Uferstr. 8/23 bzw. Badstr. 41a, 13357 Berlin-Gesundbrunnen

S Gesundbrunnen, U8 Pankstraße, U9 Nauener Platz

uferstudios.com

Eintritt frei. Keine Reservierung möglich. Abendkasse ab 18:15 Uhr.