maC Semesterarbeiten
Across Two Spaces
© HZTDie Studierenden des MA Choreographie haben mehrere Wochen lang für ihre Semesterprojekte recherchiert und geprobt und zeigen nun dem Publikum ihre Arbeiten. Über zwei Wochenenden verteilt entsteht ein Programm aus sechs Arbeiten, das an zwei verschiedenen Spielorten zu sehen ist. Pro Abend können jeweils drei Arbeiten erlebt werden.
Ausgehend von individuellen Fragestellungen und Themen entwickeln die Studierenden je eine eigene Herangehensweise und künstlerische Handschrift. So entsteht eine Reihe unterschiedlicher Setzungen und Formate – mal konzentriert, mal offen, mal experimentell –, die das Publikum einlädt, verschiedene Perspektiven auf choreografisches Arbeiten kennenzulernen.
Dies sind die ersten drei Projekte dieser Reihe:
"Two Part Horizon" von Hubert Mielke (Bild Links)
Two Part Horizon zeigt das filmische Porträt als Schnittstelle zwischen dem Individuum und der Gegenwart. In den Aufnahmen erscheinen Gesichter nicht nur als persönliche Reflexionen, sondern auch als Spuren sozialer und historischer Gegebenheiten. Der Blick auf das Porträt wechselt zwischen Projektion und Beobachtung und lenkt die Aufmerksamkeit auf folgende Fragen: Welche Bedeutung hat das Gesicht für unsere Gesellschaft? Und inwiefern überschreitet das Porträt das Individuelle?
Team: Hubert Mielke (Film und Installation) | Magdalena Negowska (Darstellerin) | Zara Wünsche (Darstellerin) | Conniff Carelse (Darsteller) | Regina Baumgart (Darstellerin) | Tomasz Mielke (Darsteller)
"Die Andere neben mir" von Emma Lusena Ash (Bild Rechts)
Die Andere neben mir fragt sich: Bedeutet Unabhängigkeit, frei zu sein? Was geschieht, wenn wir uns erlauben, das Gleichgewicht zu verlieren, uns vulnerabel zu zeigen und uns wirklich auf unsere Umgebung einzulassen? Welche Spuren hinterlässt diese Erfahrung? Was bleibt dann eigentlich an uns hängen?
Mit der Verkörperung von Zuständen der Neigung und des Hängens hinterfragt das Tanzstück Die Andere neben mir das Ideal des unabhängigen, aufrechten Subjekts und bringt stattdessen eine Ek-stasis zum Ausdruck: einen Zustand, in dem man sich außerhalb der eigenen Achse befindet und sich den Anderen zuneigt.
Team: Emma Lusena Ash (Choreografie) | Minjeong Geosmin Yang (Tanz) | Teresa Caputo (Dramaturgie/philosophischer Input) | Rebecca Sabuzi (Lichtdesign) | Rosa Caputo (Musik) | Claudia Skoda (Kostüm)
"scatter" von Sophie Charlotte Becker (Bild Mitte)
In der Tanzperformance scatter wird Zerstreuung zum choreografischen Prinzip. In einer surrealen Raumlandschaft aus Spiegelung und Projektion zerstreuen, verteilen und verlieren sich Körper, Bilder und Klänge. Wahrnehmungen verschieben und vervielfältigen sich, verschmelzen und öffnen so neue Bewusstseinsräume.
Team: Sophie Charlotte Becker (Konzept/Choreografie) | Renee Barbara Kuleš (Tanz/Performance) | Špela Remec (Tanz/Performance) | Jakob Schleiter (Livekamera/Licht) | Fiete Wachholtz (Sound) | Philipp Eyselein (Kostüm)
10 Tage vor der Premiere werden die Tickets zur Produktion im Ticketshop freigegeben.
Veranstaltungsort: HfS Ernst Busch | BÜHNE UNTEN | Zinnowitzer Str. 11 | Berlin10115