Sa28.11.2020:00
Kooperation Stream

Orpheus-Festival

NEVER LOOK BACK [Stream]

RISS
Fragment zwischen Nähe und Unnahbarkeit


thin as the moment of looking back
is the water surface
between upper and under
never ending stillness


Diese Performance-Installation schafft einen fragmentierten Raum, durch den das Publikum
hindurchgehen kann, als würde es von einem Fluss getragen werden, der die Inseln trennt. Die
Welt offenbart sich durch die Verflechtung von Klang, Bewegung und Cyberspace der vier
Figuren. Ist sie nah oder fern, die Vergangenheit oder die Zukunft, ein Blitz oder eine Ewigkeit?
Der Moment, der einer anderen Realität ermöglicht simultan zu existieren, kann nur von
demjenigen gefunden werden, der durch die Fragmente wandelt.


BORDERLAND
Crossing the Liminal


Schwellen, Übergänge, Transiträume – ausgehend vom Raum zwischen zwei Zuständen
verhandelt BORDERLAND den Prozess der Metamorphose: Orpheus und Eurydike im Auge des
Orkans der Verwandlung. Wir blicken konzentriert auf einen Zustand: Nicht vor der
Veränderung, nicht nach der Veränderung, sondern zum Zeitpunkt der Veränderung. Was
passiert dort im Schwellenraum, zwischen zwei Welten, wenn plötzlich alles möglich ist?
Wenn sich Vorher und Nachher ablösen und nur der Moment der Veränderung, das Treten
über die Schwelle, das Rauschen des Zustands in der Schwebe zählt? Im Kampf um den
entscheidenden letzten Schritt vor unumkehrbaren Entscheidungen, nach welchen nichts
mehr so sein wird wie es war, entsteht eine Zwischenwelt, in der für jede*n für einen kurzen
Augenblick alles möglich scheint. Eine Welt eröffnet sich zwischen Erstaunen und Angst,
zwischen Traum und Albtraum. Der erlebte, gefühlte und körperliche Raum wird in Frage
gestellt. Alles kann passieren und die Karten werden neu gemischt.


OF EYES

Can you try to see what cannot be seen?
Can you try seeing; but not with your eyes?
Can we teach our bodies to see with different eyes?
New ways of...
Seeing and being seen.
Seeing is hearing. Hearing is seeing.
Morphing things.
Looking with your hands.
Listening with your hair.
Smelling with your feet.
Touching with your eyes.
Ay, eye, I...
I can hardly see in front of me.
Hazy!
Mazing! Lighting up my eyes; I have realized...
Do you see? sea of reality.


ORPHEO
never look back


Den einen Orpheus-Mythos gibt es nicht. So konzentriert sich das Konzept von ORPHEO auf
die vielen, leicht abgewandelten Versionen des Mythos. Angelehnt an Formate der
Popkultur und Social Media, wird diese Vielfältigkeit und Inkongruenz aus einer
postmodernen Perspektive erzählt, in der Informationen demokratisiert sind und es keine
Instanz gibt, die Informationen nach Kriterien sortiert bzw. aussortiert. Die Parallele zu der
Vielschichtigkeit griechischer Mythologie hat sich die Gruppe zu eigen gemacht und
exploriert die Aktualität des Orpheus-Mythos in unserer Zeit. Durchbrochen werden diese
Erzählungen von tänzerischen Elementen mehrerer Genres, die sich freimachen von der
Einschränkung populärer Plattformen und als ein Kommentar des Erzählten fungieren.

 

NEVER LOOK BACK – Performance-Künstler*innen, Bühnenbildner*innen und Choreograph*innen der UdK Berlin und des Hochschulübergreifenden Zentrums Tanz der UdK Berlin und der HfS Ernst Busch kreieren für die diesjährigen BAROCKTAGE der Staatsoper ein „Orpheus-Festival“

Unter dem Titel NEVER LOOK BACK erarbeiten Studierende der Bühnenbildklasse (Prof. Janina Audick) und der Klasse für zeitbezogene Medien und Performance (Prof. Mathilde ter Heijne) der UdK Berlin gemeinsam mit Studierenden des Hochschulübergreifenden Zentrums Tanz (Prof. Wanda Golonka) ein „Orpheus Festival“ für die diesjährigen BAROCKTAGE der Staatsoper Unter den Linden, die vom 13. bis zum 22. November zum 3. Mal stattgefunden hätten. Ursprünglich sollten die vier Performances an sechs Abenden im Alten Orchesterprobensaal und im Innenhof des Intendanzgebäudes gezeigt werden. Nun werden sie filmisch begleitet und am 28. November um 20 Uhr auf dem YouTube-Kanal der Staatsoper Unter den Linden erstmals veröffentlicht.

RISS
Fragment zwischen Nähe und Unnahbarkeit

von und mit
Tania Elstermeyer (Bildende Kunst)
Felix Kühn (Bildende Kunst)
Dan Su (Choreographie)
Yaming Wang (Bühnenbild)

BORDERLAND
Crossing the Liminal

von und mit
Javier Blanco (Choreographie)
Maria Färber (Bühnenbild)
Hannah Lansburgh (Bildende Kunst)
Anastasia Putsykina (Bildende Kunst)
Svea Schneider-Sierra (Choreographie)

OF EYES
von und mit
Melika Akbari (Choreographie)
Anneke Frank (Bühnenbild)
Filipe Pirl (Bildende Kunst)
Lilly Pöhlmann (Choreographie)
Katri Saloniemi (Bühnenbild)
Helene Scheithe (Bühnenbild)
Hannah Schillinger (Choreographie)
Charlotte Seebeck (Bildende Kunst)

ORPHEO
never look back

von und mit
Milena Bühring (Bildende Kunst)
Jan Fleischer (Bildende Kunst)
Klara Kirsch (Bildende Kunst)
Rocío Marano (Choreographie)
Sugano Matsusaki (Bildende Kunst)
Ana Eloísa Sommer-Madison (Bildende Kunst)
Louis Schmitt (Bühnenbild)

Veranstaltungsort: Stream |