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© HZT Berlin

 

Studieren und Lehren mit Physical Distancing

 

Liebe Freund*innen des HZT,

 

wie kann man Tanz und Choreografie digital unterrichten, wie gemeinsam proben, ohne im gleichen Raum zu sein? Wie begegnet man einander digital in einer Kunstform, die von Kontakt, gegenseitiger Wahrnehmung und Kopräsenz abhängt? Mit diesen Fragen eröffnet Susanne Vincent, Professorin am maChoreographie "Kachelkurs statt Körper in Kontakt", einen Text über Studium und Lehre in Corona Zeiten am HZT Berlin. Er beschreibt, wie es nach anfänglichen Stolpern doch gelungen ist, über Zoom in Bewegung zu kommen, ein Gemeinsames trotz räumlicher Trennung zu schaffen, neue Formate zu entwickeln und trotz gelegentlicher Frustrationen weiterzumachen.

 

Weitergearbeitet haben auch zwölf BA Studierende an verschiedenen Arten des Anfangs und haben dafür in der aktuellen Situation des physical distancing auch mit ganz unterschiedlichen Präsentationsformaten experimentiert. Vom 2. bis zum 5. Juli könnt ihr die vielstimmigen Arbeiten im Online Festival "nah dran extended: beginnings" als Audiowalks, audiovisuelle Experimente auf Zoom, in Avatare Welten, als Online Tagebuch und youtube Live Stream erleben.
 

Das digitale Semester hat auch die Pläne für die Abschlussarbeiten des maChoreographie aufgewirbelt. Das Projekt "Unsere INSEL" von David Lima wurde zunächst als gemeinschaftliches Tanzprojekt mit Bewohner*innen der Mierendorff-Insel in Berlin-Charlottenburg geplant. Im Zuge der Corona-Beschränkungen im Frühling 2020 wurde das Projekt ins Netz verlegt - das Bild der Insel bekam noch einmal eine ganz andere Bedeutung. Den daraus entstandenen Film könnt ihr auf der Projektseite sehen. Zum Ende des Semesters folgt dann noch die filmische Abschlussarbeit von Jadi Carboni "Dancing my Hero -Rebellen des Friedens", sechs Soli über die transformatorische Erneuerung des Körpers.
 

Der Körper ist in der Corona-Pandemie einmal mehr ins Zentrum politischer und gesellschaftlicher Debatten gerückt. Doch Fragen nach seinem Status sind nicht erst durch das Virus relevant, sondern sind zentral in zahlreichen Konflikten, die die Welt weiterhin bestimmen. Die von Sandra Noeth, Professorin am MA SODA konzipierte Online-Reihe „Unversehrtheit: Conversations on the Integrities of the Body“ brachte im Mai und Juni internationale Künstler*innen und Forscher*innen aus verschiedenen Disziplinen und Praxisfeldern zusammen, um sich dem Körper und dem Begriff der Unversehrtheit zu nähern. Die Gespräche sind noch bis zum 5. Juli auf Youtube nachzuhören.

 

Die Corona-Pandemie war und ist auch für die aktuell Studierenden besonders herausfordernd, denn viele haben, durch die Corona-Pandemie bedingten Schließungen von öffentlichen und privaten Einrichtungen, Geschäften und weiteren wirtschaftlichen Bereichen, ihre Jobs verloren, mit denen sie ihr Studium finanzieren. Wir haben ein Spendenkonto eingerichtet, um die durch die Pandemie wirtschaftlich betroffenen HZT-Studierenden, zu unterstützen. Wenn ihr derzeit selbst in schwieriger finanzieller Lage seid, freuen wir uns, wenn ihr unseren Aufruf an Bekannte und Kolleg*innen weitergebt.


Ganz herzlich gratulieren wir HZT Alumnus Raphael Hillebrand, der mit der Ehrung für herausragende künstlerische Entwicklungen im mit Tanz von der Jury des Deutschen Tanzpreises 2020 ausgezeichnet wurde.

 

Wir freuen uns, euch virtuell in einem Stream zu begegnen und darauf, Euch bald wieder im analogen Raum zu sehen.

Mit herzlichen Grüßen

das HZT Team

 

 

 

nah dran extended: beginnings

2. - 5. Juli 2020

 

© LIISI HINT & MARIA LADOPOULOS

Vom 2. bis zum 5. Juli 2020 gibt es im ada Studio eine besondere Premiere: Erstmals sind alle Künstler*innen einer Ausgabe von "NAH DRAN extended" Studierende des BA-Programms "Tanz, Kontext, Choreographie" am HZT Berlin. Das Thema dieses Kooperationsprojekts zwischen ada Studio und HZT lautet "beginnings", und widmet sich verschiedenen Aspekten des Anfangens. Insgesamt zwölf Studierende beschäftigen sich nicht nur mit diversen Arten von Anfängen, sondern experimentieren in der aktuellen Situation des physical distancing auch mit ganz unterschiedlichen Präsentationsformaten.

Arbeiten von und mit Derin Cankaya & Daria Belous, Therese Bendjus & Aleksandra Petrushevska, Maria Ladopoulos & Liisi Hint, Thiago Rosa & Gareth Okan und Johanna Ryynänen/Asya Ashman/Miguel Witzke Pereira/Zuki Ringart.

Zum Programm und Stream

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So 19.7.20

12:00

Abschlussarbeit

 

Stream

 

David Lima

Unsere Insel

maC

 
Unsere Insel

© Diogo De Calle

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Fr 31.7.20

20:00

Abschlussarbeit

 

Stream

 

maC Projekte 2020

Jadi Carboni

Dancing my Hero - Rebellen des Friedens

maC

 
Dancing my Hero - Rebellen des Friedens

© Jadi Carboni

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Unversehrtheit

Conversations on the Integrities of the Body

 

© Mousonturm

Die Corona-Pandemie hat den Körper wieder einmal mehr ins Zentrum politischer und gesellschaftlicher Debatten gerückt. Doch Fragen nach seinem Status werden nicht erst durch das Virus relevant, sondern sind zentral in zahlreichen Konflikten, die die Welt weiterhin bestimmen.

Was bedeutet es für einen einzelnen Körper, für den Körper eines Kollektivs, sicher und unbeschadet zu sein? Wie hängt die Idee eines unversehrten Körpers damit zusammen, wie wir uns einen Körper vorstellen, erfahren, wie wir ihn darstellen oder definieren? Inwiefern kommen dabei Ästhetik und Performance ins Spiel? Und wo liegt unsere Verantwortung, wenn es darum geht, Sichtbarkeit und Handlungsmacht für Körper zu schaffen, die physischen oder symbolischen Angriffen ausgesetzt sind?

Die Online-Reihe „Unversehrtheit: Conversations on the Integrities of the Body“ brachte auf Initiative der Kuratorin und Wissenschaftlerin Sandra Noeth internationale Künstler*innen und Forscher*innen aus verschiedenen Disziplinen und Praxisfeldern zusammen, um sich dem Körper und dem Begriff der Unversehrtheit zu nähern.

An den Schnittstellen von Ästhetik, Ethik und Politik zeigt sich der Körper in aktuellen ideologischen, biopolitischen und humanitären Krisen als Handelnder und als Zeuge, als ein Ort, an dem Ideale ebenso wie Ideologien verhandelt werden. Dabei stellt sich auch die Frage, welchen Körpern wir rechtlichen Schutz und ethische Anerkennung zukommen lassen. In dem kontrovers diskutierten und ungleich verteilten ‚Recht auf körperliche Unversehrtheit‘ hinterlegt, findet diese Auseinandersetzung zudem viel kleinteiligen Ausdruck auf struktureller und alltäglicher Ebene.

Die Gesprächsreihe schaffte einen informellen Raum der Reflexion und des Austausches. Sie verband diskussionsbasierte Begegnungen von Expert*innen (In Conversation #1-#8), die die Idee der Unversehrtheit des Körpers aus ihren jeweiligen Kontexten heraus betrachten, mit dramaturgischen Sessions (Dramaturgical Perspectives #1-#4). Diese nahmen die Strategien und Praktiken zum Ausgangspunkt, die Künstler*innen aus ihren spezifischen Erfahrungen und Arbeitsfeldern heraus entwickeln.

Die Lectures sind noch bis zum 5. Juli zum Nachhören auf youtube abrufbar.

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Auszeichnungen, Stipendien, Berufungen

Von Studierenden und Alumni...

 

© Zé de Paiva

2020

  • HZT Alumni Raphael Hillebrand wurde in der Kategorie EHRUNG FÜR HERAUSRAGENDE KÜNSTLERISCHE ENTWICKLUNGEN IM TANZ 2020 von der Jury des Deutschen Tanzpreises ausgezeichnet: "Die urbane Szene ist bislang weder im Dachverband Tanz noch bei solchen Ehrungen je vertreten gewesen. Raphael Hillebrand ist Deutscher, aufgewachsen in Hongkong als Sohn eines afrikanischen Vaters und einer deutschen Mutter, ein Umstand, der noch heute Menschen zu Diskriminierungen verleitet. Das sei hier deshalb erwähnt, um seine Streitlust sowohl für einen aussagestarken zeitgenössischen Tanz wie auch für einen Urban Dance mit deutlicher Botschaft zu ehren: Diese Streitlust ist wichtig sowohl für die HipHop-Community als auch für die zeitgenössische Szene. Raphael Hillebrand hat dazu den Schritt über Grenzen gewagt und ein Studium an der Hochschule für Zeitgenössischen Tanz absolviert, ohne je seine Breakdance-Herkunft zu leugnen. Sein Motor bleibt der Kampf gegen Grenzziehungen nicht nur zwischen den Künsten, sondern auch zwischen den Menschen, die oftmals in einer jeweiligen Kunstform ihre Ansprüche an und Sichtweisen auf die Welt formuliert sehen wollen. Sein politisches Engagement in der kleinen Partei Die Urbane und sein Engagement für einen Tanz, der sich nicht in straßentauglicher Rebellion und nicht in intellektueller Selbstreflexion genügt, passen bei ihm nahtlos zusammen. Raphael Hillebrand ehren wir, weil er bei allem Charme und aller Offenheit ein Künstler durch und durch ist, der im Körper einen Motor erkennt, der die soziale Unwucht in unserer Gesellschaft nur durch Mut überwinden kann." heisst es in der Jurybegründung des Deutschen Tanzpreises.
     
  • HZT Alumni Kat Válastur (zusammen mit Martin Beeretz, Leon Eixenberger) sowie Milla Koistinen (Performance Koistinen Valikoski Zajac) haben ein Stipendium der Reload-Stipendium der KSB erhalten. Weitere Informationen zum Reload-Stipendium finden Sie hier

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Studying and Teaching with Physical Distancing

 

Dear friends of the HZT,

 

how to teach dance and choreography digitally, how to rehearse together without being in the same room? How do you meet each other digitally in an art form that depends on contact, mutual perception and co-presence? With these questions Susanne Vincent, professor at maChoreography opens "Tile class instead of body in contact", a text about studying and teaching in Corona times at the HZT Berlin. She describes how, after initial stumbling blocks, it was possible to get moving via zoom, to create a common ground despite spatial separation, to develop new formats and to continue despite occasional frustrations.

 

Twelve BA students have also continued to work on different kinds of beginnings, experimenting with very different presentation formats in the current situation of physical distancing. From 2nd until July 5th you can experience the polyphonic works in the online festival "nah dran extended: beginnings" as audio walks, audio-visual experiments on Zoom, in avatar worlds, as online diary or youtube live stream.

 

The digital semester has also stirred up plans for the maChoreography final projects. The project Unsere INSEL by David Lima was initially planned as a joint dance project with residents* of the Mierendorff-Island in Berlin-Charlottenburg. In the course of the corona restrictions in spring 2020 the project was moved to the net - and the image of the island got a completely different meaning. You can see the resulting film on the project page. At the end of the semester, Jadi Carboni's final master project will follow. Her film "Dancing my Hero - Rebellen des Friedens" contains six solos about the transformational renewal of the body.

 

In the Corona Pandemic, the body has once again become the focus of political and social debate. Yet questions about its status are not only relevant because of the virus, but are central to numerous conflicts that continue to determine the world. The online series "Unversehrtheit: Conversations on the Integrities of the Body", conceived by Sandra Noeth, professor at MA SODA, brought together international artists and researchers from various disciplines and fields of practice to approach the body and the concept of integrity. The conversations took place in May and June and can be listened to on Youtube until July 5th.

 

The Corona Pandemic has been and still is especially challenging for current students. Many of them have lost their jobs, which they used to finance their studies, due to the closure of public and private institutions, shops and other economic areas caused by the Pandemic. We have set up a donation account to support the HZT students who have been economically affected by the Pandemic. If you are currently in a difficult financial situation yourself, we would be happy if you would pass on our appeal to friends and colleagues.

 

We would like to congratulate HZT Alumnus Raphael Hillebrand, who was honoured for his outstanding artistic developments with dance by the jury of the German Dance Prize 2020.

 

We are looking forward to meet you virtually in a stream and on it, and hope to see you soon in the analogue space again.

 

With kind regards
The HZT Team

 

 

 

nah dran extended: beginnings

2. - 5. Juli 2020

 

© LIISI HINT & MARIA LADOPOULOS

From July 2 to 5, 2020 there will be a special premiere at the ada Studio: for the first time, all artists in an edition of “NAH DRAN extended” will be students of the BA programme “Dance, Context, Choreography” at HZT. The theme of this cooperation project between ada Studio and HZT is "beginnings", and it is dedicated to various aspects of beginnings. A total of twelve students not only deal with various types of beginnings, but also experiment with very different presentation formats in the current situation of physical distancing. T

Worlks by and with Derin Cankaya & Daria Belous, Therese Bendjus & Aleksandra Petrushevska, Maria Ladopoulos & Liisi Hint, Thiago Rosa & Gareth Okan und Johanna Ryynänen/Asya Ashman/Miguel Witzke Pereira/Zuki Ringart.

Go to Programme and Stream Links

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Sun 19.7.20

12:00

Thesis

 

Stream

 

David Lima

Unsere Insel

maC

 
Unsere Insel

© Diogo De Calle

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Fri 31.7.20

20:00

Thesis

 

Stream

 

maC Projects 2020

Jadi Carboni

Dancing my Hero - Rebellen des Friedens

maC

 
Dancing my Hero - Rebellen des Friedens

© Jadi Carboni

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Unversehrtheit

Conversations on the Integrities of the Body

 

© Mousonturm

The Coronavirus pandemic has once again placed the body at the centre of political and social debate. However, questions about its status were already relevant before the virus and remain key issues in many conflicts that continue to have a decisive influence on the world.  

What does it mean for an individual body, for the body of a collective, to be safe or unharmed? How is the idea of the integrity of a body linked to how we imagine, experience, represent or define a body? To what extent is it also a matter of aesthetics, of performance? And, what is our responsibility when it comes to create visibility and agency for bodies that are under physical or symbolic attack?

The online-series ‘Unversehrtheit: Conversations on the Integrities of the Body’, initiated by curator and researcher Sandra Noeth brings together international artists and researchers across different disciplines and fields of practice to take a close look at the body and its possible integrities.

Aesthetically, ethically and politically, the body manifests itself as both a witness and an agent in the current, ideological, humanitarian and bio-political crisis, and as a site where ideals and ideologies are negotiated. Here the question also arises of which bodies we deem worthy of ethical recognition and legal protection. Presented through the highly contested and unequally distributed “right to bodily integrity,” this debate is also expressed on a much smaller scale on a structural and everyday level.

This series of conversations aims at opening up informal exchange and reflection. The format combines discussion-based encounters between experts (In Conversation #1-#8) exploring the concept of the integrity of the body from their specific contexts and fields of activity, with dramaturgical sessions (Dramaturgical Perspectives #1-#4) focussing on strategies and practices that artists develop in response to their specific experiences where the integrity of the body is at stake.

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Scholarships, awards and nominations

For students and alumni...

 

© Zé de Paiva

2020

  • HZT Alumni Raphael Hillebrand was honoured by the jury of the German Dance Prize in the category HONOR FOR EXCELLENT ARTISTICAL DEVELOPMENTS IN DANCE 2020: "The urban scene has never before been represented either in the Dachverband Tanz or at such honours. Raphael Hillebrand is a German citizen who grew up in Hong Kong as the son of an African father and a German mother, a circumstance that still leads people to discriminate today. This should be mentioned here in order to honour his belligerence for both a meaningful contemporary dance and an urban dance with a clear message: This belligerence is important for the hip hop community as well as for the contemporary scene. Raphael Hillebrand has dared to cross borders and studied at the College of Contemporary Dance without ever denying his breakdance origins. His motor remains the fight against the drawing of boundaries not only between the arts, but also between people, who often want to see their demands on and views of the world formulated in a particular art form. His political involvement in the small party Die Urbane and his commitment to a dance that does not suffice in street-worthy rebellion and intellectual self-reflection fit together seamlessly. We honour Raphael Hillebrand because, for all his charm and openness, he is an artist through and through, who recognises in the body a motor that can only overcome the social imbalance in our society through courage", says the jury.
     
  • HZT Alumni Kat Válastur (together with Martin Beeretz, Leon Eixenberger) as well as Milla Koistinen (Performance Koistinen Valikoski Zajac) have received a scholarship from the Kulturstiftung des Bundes Reload-Scholarship. Further information on the Reload Scholarship can be found here.

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