1.11.17 I 6 PM I maC  LECTURE I STEPHANIE SCHROEDTER: KÖRPER, KLANG UND RAUM AM BEISPIEL VON GERHARD BOHNERS TRILOGIE IM (GOLDENEN) SCHNITT (1989) I STUDIO 12

©Marion Borriss
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Am Beispiel von Gerhard Bohners Trilogie Im (Goldenen) Schnitt (1989) möchte ich nach einer Erläuterung der Gesamtstruktur und einiger besonders aufschlussreicher Details zu dem Zusammenspiel von Körper, Klang und Raum aufzeigen, inwiefern es sich hierbei um eine Inszenierung von künstlerischer Forschung handelt. Anders gewendet: Hier steht ein (musik-)choreographischer Rechercheprozess nicht nur am Ausgangspunkt, sondern im Mittelpunkt einer Produktion, die ebenso den Rezipienten zu Recherchen in Bezug auf seine Wahrnehmung einlädt. Als Fragen drängen sich dabei sogleich auf: Inwiefern ist ein Bühnenraum auch immer ein Hörraum, der Bewegungen mitgestaltet, wenn er sich nicht sogar durch Bewegungen zuallererst konstituiert? Wie verändert sich das Hören durch das Sehen von Bewegungen – und umgekehrt: das Sehen von Bewegungen durch das Hören – und welche Konsequenzen hat das für den choreographischen Kreationsprozess? 

 

Stephanie Schroedter ist vor allem an der Schnittstelle von Musik/Klang und Tanz/Bewegung (in Choreographie und Improvisation) interessiert. Zu ihren Forschungsschwerpunkten gehört die Erarbeitung von Modellen einer stil-, genre- und medienübergreifenden Analyse von Interaktionen hör- und sichtbarer Bewegungen. Sie habilitierte sich in Tanz- und Musikwissenschaft (2015) und unterrichtet derzeit am Theaterwissenschaftlichen Institut/Tanzwissenschaftlichen Seminar der FU Berlin. 

 

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Inter-University Center for Dance Berlin at Uferstudios, Uferstraße 23, 13357 Berlin
U8: Pankstraße, U9: Nauener Platz, S-Bahn: Gesundbrunnen

8.11. I 6 PM I maC LECTURE I ULRIKE SOWODNIOK: STIMME UND BEWEGUNG ALS FUNKTIONALE EINHEIT – DER KEHLKOPF ALS BEWEGUNGSORGAN? I STUDIO 12

©Marion Borriss
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Der Kehlkopf als zentrales Organ nicht nur für die Stimmgebung sondern auch für die Bewegung, erschließt uns ein neues funktionales Verständnis unseres Körpers. Der Stimmklang spiegelt den inneren Zustand unserer Bewegung und ermöglicht uns, den Kehlkopf als Wahrnehmungsorgan zu entfalten. 

 

Ulrike Sowodniok, Sängerin, Stimmanthropologin. Studierte Medizin, Philosophie, Lichtenberger® angewandte Stimmphysiologie, slawisches Belcanto, zeitgenössische Interpretation und Sound Studies. Zahlreiche künstlerische Arbeiten für Stimme und Klangumgebung; Forschung zu Stimmklang und Bewegung, internationale Lehrtätigkeit, umfangreiche Veröffentlichungen zu Stimme Sinnesanthropologie u.a. 2013, Monographie „Stimmklang und Freiheit – zur auditiven Wissenschaft des Körpers“ bei transcript im April 2013. 

 

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15.11. I 6 PM  I SoDA LECTURE I JULIANNE LONG: WALKING IN SYDNEY LOOKING FOR DANCING I STUDIO 11

In this lecture I discuss the motivation for three research projects: Dance in the City, which comes from the necessity, more than ever before, to experiment and devise resilient work practices and tactical approaches, for working as artists in an ever-changing cultural environment; TROUBLE: a place in time, a large scale film installation project that supports distributed collaborative practices, whereby each artist is autonomous in relation to how they approach the initial stimuli provided by myself as director/facilitator; and Val, The Invisible, a durational performance, commissioned by and performed at the Museum of Contemporary Art Australia (MCA) that worked with the ambiguity of where the performance starts and finishes, moving in and out of the things we do in life that nobody notices, the things that are taken for granted while engaged in the business of everyday life. 

 

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