8.1.16 I 14-18 UHR I UDK CAMPUS-KOLLISION 2016 I ABSCHLUSSVERANSTALTUNG I STUDIO 12 UND 14

© Marion Borriss
>© Marion Borriss


Wenn verschiedene Disziplinen miteinander kollidieren, entsteht nicht zwangsläufig ein reparaturbedürftiger Unfallschaden. In erster Linie entsteht durch die Kollision etwas Neues und Drittes, eine Idee der Provokation von Unordnung und wechselseitiger Infektion. 

Zwei ProfessorInnen/DozentInnen aus unterschiedlichen Disziplinen entwickeln gemeinsam ein Format für die Kollision der UdK-Studierenden in der ersten Woche des Jahres – und überschreiten die Fachbereiche. So entsteht ein temporärer Campus, auf dem sich Lehrende wie auch Studierende in interdisziplinären Konstellationen begegnen können. 


Die Abschlussveranstaltung der Kollision 2016 findet am Freitag 8.1.16 ab 14 Uhr im Studio 14 in den Uferstudios statt. Zusätzlich werden im Studio 12 Arbeitsergebnisse in Form einer Ausstellung präsentiert. 

 

Webseite Campus Kollision


Eintritt frei

Uferstudios, Uferstraße 23, 13357 Berlin
U8: Pankstraße, U9: Nauener Platz, S-Bahn: Gesundbrunnen

13.2. I 18 Uhr I Let's fantasize about dance, baby! I Agora Collective 


Unsere Gäste haben keinen Tanzhintergrund, bringen aber choreographische Ideen mit.

Wie stellen sie sich Tanz vor?

Wie werden sie ihre Ideen choreographisch übersetzen?

 

Wir, vier MA Choreographie Studentinnen vom HZT, öffnen den Raum, um neue Möglichkeiten und verschiedene Wege über Choreographie zu denken, zu entdecken.

 

Ihr seid herzlich eingeladen, mit uns einen inspirierenden Abend im Agora Collective zu verbringen.

 

Mittelweg 50, 12053 Berlin

agoracollective.org 

 

Freier Eintritt!

Das Gespräch ist auf englisch.

 

Moderation: Lulu Obermayer

 

Bitte bestätigt Eure Teilnahme hier:  a.aristarkhova@hzt-berlin.de

 

13.1., 20.1., 27.1. und 10.2. I 18 UHR I SODA Lecture: Boyan Manchev: Philosophy of Metamorphosis. Metamorphosis of Philosophy I Studio 8

© Marion Borriss
>© Marion Borriss

 

Philosophy of Metamorphosis. Invention of Metamorphosis and Emancipation of Art 


In den ersten beiden Vorträge in dieser Reihe nimmt Boyan Manchev eine kulturhistorische Analyse der „Erfindung der Metamorphose“ in frühen Kulturen vor, mit besonderer Betonung des Vermächtnisses der griechischen Antike. Anhand dieser genealogischen Perspektive lässt sich eine Reihe von Hypothesen bezüglich einer angeblich unterdrückten „metamorphen“ Linie der Philosophie formulieren. Diese beschreibt Boyan Manchev als „dynamische Ontologien“ – von Heraklit und Aristoteles, über Nietzsche und Bergson bis zur zeitgenössischen Philosophie und Kunst. 

 

27.1. und 10.2. I Metamorphosis of Philosophy. How to Transform the Transformation?

 

Im dritten und vierten Teil der Vortragsreihe diskutiert Boyan Manchev, wie Philosophie und Kunst sich an den flexiblen Schemata und Produktionsformen der zeitgenössischen performativen Gesellschaft beteiligen, dazu beitragen oder ihnen etwas gegenüberstellen. Wie verhalten sie sich zu den Existenzformen, die fortschreitend auf standardisierte Muster, begehrenswerte Formen und Transformationen reduziert werden? Wie könnten Philosophie und auch Kunst heute dem modernen Imperativ der Transformation entgegentreten und ihn – wenn überhaupt – erfüllen?

 

Vorträge in englischer Sprache

 

Eintritt frei

 

Uferstudios, Uferstraße 23, 13357 Berlin
U8: Pankstraße, U9: Nauener Platz, S-Bahn: Gesundbrunnen

 

 

24.11., 15.12., 3.2. I 18 Uhr I cross listening / quer hören: Eine Vortragsreihe des MA Choreographie mit Michael Thieke I Studio 12

Michael Thieke
>Michael Thieke

 

Die Musik, wie alle anderen Kunstformen auch, hat sich im 20. Jahrhundert rasant entwickelt und in eine Vielzahl an Stilen und Kontexten diversifiziert. Hundert Jahre nach dem Start der Dokumentation von Musik durch Audioaufnahmen ist das Feld unüberschaubar geworden, verstärkt auch durch die immer größere Verfügbarkeit in Zeiten des Internets. Das Problem ist nicht mehr so sehr etwas zu finden, sondern zu wissen wonach man suchen soll und kann.

 

Die Vorträge sind jeweils um ein weit gefasstes Thema gruppiert um die Verbindung von Musik aus verschiedenen Stilen, Kontexten, Epochen und geographischen Zonen zu erlauben. Es geht nicht so sehr um Vollständigkeit oder eine musikwissenschaftliche Stilgeschichte; Ziel ist es vielmehr , das (Hör-) Wissen über die Vielfalt und die Vernetzung der Musik zu erweitern, individuelle Maßstäbe für die eigenen Vorlieben zu finden und Neugier für eigenständige Recherche zu wecken.

 

Es geht in erster Linie um die Hörerfahrung, die Musikbeispiele werden in voller Länge gespielt. Die Musik wird von kurzen Beschreibungen des musikalischen Kontexts/Stils und biographischen Kurzinformationen begleitet. Für eine entspannte und individuelle Gestaltung des Hörens (liegend, sitzend etc) ist gesorgt.

 

Den Auftakt bildet am 24.11. „A Rose Is A Rose Is A Rose: Riffs, Rituals, Repetition, Loops, Minimalism and processual developments in Music“, unter anderem mit Beispielen aus American Minimal Music, Postrock, Jazz, Hiphop, improvisierter Musik, Krautrock, traditionellen Musiken aus Afrika, Asien und Amerika.

 

Weitere Veranstaltungen in dieser Reihe: 

 

15.12.2015

Song Sung Blue, Every Garden Grows One: The Human Voice

unter anderem mit Beispielen aus traditioneller Chormusik aus Europa, Asien und Afrika, experimenteller und zeitgenössischer komponierter Musik, Blues, Dada, Pop, Jazz.

 

03.02.2016

Étude aux chemins de fer: Field recordings, Sample Culture, Turntablism and Musique Concrète

unter anderem mit Beispielen aus zeitgenössischer Popmusik, Musique Concrète, Neuer Musik, Hiphop.

 

Michael Thieke ist ein in Berlin lebender Klarinettist und Composer/Performer. Er ist in zahlreiche Projekte involviert, deren Fokus auf unterschiedlichen und kontrastierenden Facetten seiner musikalischen Interessen liegt. Zu diesen Interessen gehören experimentelle Songformen , improvisierende Kollektive, kollektiv komponierte Musik bis zu Projekten an den Rändern des Jazz. Seine musikalischen Forschungen haben ihn zu einer intensiven Beschäftigung mit dem Spektrum der Klangfarbe und den Facetten der Einfachheit geführt, mit einem speziellen Interesse an Mikrotonalität und damit verbundenen Klangphänomenen. Bevorzugt arbeitet er Langzeitkollaborationen und kollektiven Zusammenhängen. Konzerttourneen und Festivalauftritte führten ihn unter anderem nach Japan, China, USA, Kanada, Libanon und seine Arbeit ist auf über 40 Plattenveröffentlichungen dokumentiert. Er spielt unter anderem mit The International Nothing, The Pitch, Der Lange Schatten, The Magic I.D., Splitter Orchester, Porta Chiusa und Hotelgäste, sowie in Duos mit Olivier Toulemonde und Biliana Voutchkova. 

http://www.michael-thieke.de/

http://nichts.klingt.org/

 

Eintritt frei

 

HZT in den Uferstudios, Uferstraße 23, 13357 Berlin
U8: Pankstraße, U9: Nauener Platz, S-Bahn Gesundbrunnen

9.12. I 18 UHR I HZT OPEN LECTURE: EIKE WITTROCK: DIE GESCHICHTE DER EMPFINDSAMKEIT DER BLUMEN I STUDIO 11

Phantom Ghost © Patrick Muennich
>Phantom Ghost © Patrick Muennich

 

 The strangest thought came to me on this morning, as I awoke to greet the coming dawn. The sun was hardly peaking through the garden, it felt that with everything I was one. Then I wished that I could come back as a flower. (Stevie Wonder, The Secret Life of Plants)

Seit Beginn des 20. Jahrhunderts wurde in einer Vielzahl von technischen, ästhetischen und esoterischen Medien versucht, eine Kommunikation zwischen Mensch und Pflanze herzustellen. Der Vortrag betrachtet die Geschichte dieser vermeintlich randständigen Versuche in Biologie, modernem Tanz und Populärkultur.

Eike Wittrock ist Tanzhistoriker und Kurator, der mit dem kritischen und utopischen Potenzial von Tanzgeschichte arbeitet. Er ist Mitbegründer des Julius-Hans-Spiegel-Zentrums, das zur Zeit in den Sophiensælen zu Gast ist. Mit Anna Wagner arbeitet er an einem Performance-Zirkus, der im Sommer 2016 Premiere haben wird. Seine Forschung präsentiert er sowohl in wissenschaftlichen wie auch künstlerischen Zusammenhängen. Er hat u. a. mit Jeremy Wade, Meg Stuart, Peaches, Cosima von Bonin, Danh Vo und Christodoulos Panayiotou zusammengearbeitet.

Vortrag in englischer Sprache
Eintritt frei

HZT in den Uferstudios, Uferstraße 23, 13357 Berlin

U8: Pankstraße, U9: Nauener Platz, S-Bahn Gesundbrunnen

3., 10., 12.12. I 18 Uhr I Präsentation: Who's the Party now, Sister? I Secondhome Projects I Reinikendorfer Straße 65 

 

© Eva Bertram
>© Eva Bertram

Für eine dreiwöchige Residenz sind Studierende des BA „Tanz, Kontext, Choreographie“ zusammen mit Sheena McGrandles und Britta Wirthmüller zu Gast bei secondhome projects in drei leerstehenden Ladenlokalen auf der Reinikendorfer Straße in Berlin-Wedding. Mit einem Fokus auf feministische Performance Kunst der 1960er und 70er Jahre recherchieren sie unsichtbare, periphere, vergessene und zensierte Arbeiten, Künstler*innen und Praktiken dieser Zeit. Durch Modi des „noch einmal tuen“, wie der Wiederaneignung, des Re-Enactments, des tribute acts und der künstlerischen Erwiderung befragen sie die Politik der Wiederholung des bereits Getanen. Dabei beschäftigt sie die Frage: Was wird vergessen, von wem und wie?

 

Während der Residenz finden drei öffentliche Veranstaltungen statt:

3.12. I 19 Uhr: Performance von Melanie Jame Wolf & Maria Francesca Scaroni
10.12. I 19 Uhr: Performance von Sharon Smith & Gäste
12.12. I 18 Uhr: Abschlusspräsentation secondhome temp XXIV

Eintritt frei

secondhome projects, Reinickendorfer Straße 65, 13347 Berlin
U9: Nauener Platz, S-Bahn Gesundbrunnen

 

25.11. I 18 UHR I HZT OPEN LECTURE I JÖRG LAUE: RECORDS | RECOLLECTIONS - REMIX I STUDIO 11

© Marion Borriss
>© Marion Borriss

BBC – in records | recollections sind das musikalische Initialen. Bach Beatles Cage. Eine Triangel, die Erinnerungssprünge der Lecture-Performance triggert und den Live-Mix aus Klängen, Videos und Texten perforiert.

 

Von Kindheit an hegte Mr. Cage eine große Abneigung gegen Radio. Es bereitete ihm geradezu Angst mit seiner sich ständig wiederholenden Musik. Weil es aber schlecht möglich war, die Geräte andauernd aus dem Leben zu verbannen, bannte Mr. Cage alle Radiomusik in einer Komposition und gab ihr den Namen Radio Music. Fortan konnte er sich immer darüber freuen, dass seine Musik im Radio zu hören war, wenn irgendwo eines lief. (Jörg Laue)


In englischer Sprache

Eintritt frei


HZT in den Uferstudios, Uferstraße 23, 13357 Berlin
U8: Pankstraße, U9: Nauener Platz, S-Bahn Gesundbrunnen

16. UND 17.10. I SYMPOSIUM: DOCUMENTATION ART PERFORMANCE: CONFLICT OR COMPLEMENT? I STUDIO 14

 

black and white photo shot in 1985 of Staging Lateral Pass, a choreography by Trisha Brown with set by Nancy Graves. Copyright © 1985 Babette Mangolte. Used with permission.
>black and white photo shot in 1985 of Staging Lateral Pass, a choreography by Trisha Brown with set by Nancy Graves. Copyright  © 1985 Babette Mangolte. Used with permission.

 

Das Symposium beleuchtet die produktive Wechselbeziehung zwischen Choreographie / Performance und Dokumentation. Meist stehen sich dabei ontologische Authentizitätsansprüche und pragmatische Erfordernisse gegenüber; das Symposium nimmt stattdessen den künstlerischen Status von Performance und Dokumentation in den Blick. Aus einer solchen Perspektive müssen Eigenschaften, die dem Dokument oftmals zugeschrieben werden – etwa „nachgeordnet“, „reduktiv“ oder „willkürlich“ – neu bewertet werden. Geht man davon aus, dass Choreographie und Dokumentation jeweils Artefakte mit ganz eigenen auktorialen und medienspezifischen Merkmalen herstellen, so wäre die Frage, welcher Strategien es bedarf, um ein nicht-hierarchisches Verhältnis zu ermöglichen – ein Verhältnis, das den vermeintlichen Gegensatz zu überwinden erlaubt. Hier sind besonders auch Verfahren aus der Bildenden Kunst aufschlussreich, wo etwa Ausstellungen zu performativen Themen Dokument und Aufführung komplementär behandeln. Das Symposium lädt Kurator_innen, Künstler_innen und Wissenschaftler_innen ein, um produktive Beziehungen von „Ereignis“ und Spur, zwischen Authentizität und Historizität, Kreation und Dissemination zu untersuchen.


Die Arbeitssprache ist Englisch. Der Eintritt ist frei.

 

Zeitplan, Stand: 17. September 2015

 

Freitag, 16. Okt. 

16.00 Uhr Eintreffen und Begrüßung 

16.30 Uhr Vortrag Barbara Formis: Performing Lives

17.30 Uhr Vorstellen des Projekts “Capturing Dance”
 (Phil Collins, Boyan Manchev, Sigrid Gareis)

18.00 Uhr Vortrag Barbara Clausen: The Becoming of Its Own Image

 

Samstag, 17. Oktober 

10.30 Uhr Eintreffen

11 Uhr Lecture Babette Mangolte: New Perspectives on Filming Dance

 

13.00 Uhr Mittagspause

 

14.30 Uhr Kurzvorträge

Susanne Foellmer: On Remnants and Vestiges. Strategies of Remaining in the Performing Arts

Eric Morrill: Photography: Subject to Experience

 

15.30 Uhr Artist Talk: Babette Mangolte, Christina Ciupke, Hannah Dörr

 

16.30 Uhr kurze Pause 

 

16.45 Uhr Vortrag Philip Auslander: The Paradoxical Temporality of Performance Documentation

17.45 Uhr Abschlusspanel.


Ende des Symposiums gegen 18.30 Uhr

 

 

 

23./24.10. UND 30./31.10.2015 I 19 UHR I HERBSTPROJEKTE DES MA CHOREOGRAPHIE I STUDIO 14

 

Fünf Studierende des MA Choreographie präsentieren an zwei Doppelabenden ihre künstlerischen Arbeiten des 3. Semesters.

 

 

PROGRAMM 23. UND 24.10.2015, 19 UHR

Irina Demina: 360 degrees or today I almost puked the endolymph out of my ear canals

 

Irina Demina: 360 degrees or today I almost puked the endolymph out of my ear canals Foto: Dragan Denda
>Irina Demina: 360 degrees or today I almost puked the endolymph out of my ear canals Foto: Dragan Denda


Vertigo (Gleichgewichtsstörung. vom lateinischen »vertō« – »Umdrehung«, »Schwindel«, von vertere »wenden«) ist eine Sensation des Schwindels, ein Gefühl der Desorientierung oder eine wahrgenommene Scheinbewegung zwischen sich und der Umwelt. 

 

Konzept, Choreographie, Tanz: Irina Demina

Co-Choreographie, Tanz: Emily Jeffries

Bühnenbild: Ivana Vukovic, Dragan Denda

Ton: Lorenz Fischer

Licht: Catalina Fernandez

 

 

Anna Aristarkhova: score for a single movement

 

Design: Anna Aristarkhova
>Design: Anna Aristarkhova


ein choreographisches Experiment

 

Bewegung - Synthese - Sequenz

Was genau ist eine einzelne Bewegung? Wo ist der Anfang und wo hört sie auf? Wann wandelt sie sich zu einer anderen Bewegung? Wann wird eine Bewegung zum Tanz oder ist sie schon Tanz an sich?


 

Idee/Konzept/Choreographie: Anna Aristarkhova.

Choreographie/Performance: Jonas Maria Droste, Beatrix Koller, Lorena Justribó Manion, Emma Tricard

Dramaturgische Beratung: Jan Willem Dreier.

Bühnenbild: Cristina Todorova

Licht: Gretchen Blegen

Projektassistenz: Sophie Camille Brunner

Muse: Philipp Weinrich


 

 

PROGRAMM 30. UND 31.10.2015, 19 UHR

Mimi Jeong: Occursus

 

Mimi Jeong: Occursus Foto: Gino Daloiso Bearbeitung: Julien Brun
>Mimi Jeong: Occursus Foto: Gino Daloiso Bearbeitung: Julien Brun

 

Eine Exploration der Multiidentität von zwei Zwillingtänzerinnen, die sich auf der selben Bühne treffen, sowie einfach vorbeigehen. Jede bringt ihre eigene Zeit in dem selben Zeitraum, jede baut ihr eigenen Raum in dem selben Zeitraum

 

Konzept und Choreographie: Mimi Jeong

Performance und choreographische Mitwirkung: Alessandra Defazio, Viviana Defazio

Bühnenbild und Licht: Julien Brun

Kostüm Mentorin: Monique Van den Bulck

Assistentin: Josephine Findeisen

 

 

Jung Sun Kim: Solo für Lauf 

 

Jun Sun Kim: Ein Solo für Lauf Foto: unbekannt Bundesturnfest in Milwaukee, 1893
>Jun Sun Kim: Ein Solo für Lauf Foto: unbekannt Bundesturnfest in Milwaukee, 1893

 

 

Eine Tänzerin orientiert sich an der Bewegung ihres Gegenübers, einer Maschine.

Ein Versuch, den Körper auf einen mechanischen Nullpunkt zu reduzieren. 

Der Suchvorgang hinterläßt Spuren auf der Bühne.

 

Konzept und Choreographie: Jung Sun Kim.

Dramaturgie: Lappiyul.

Musik Komposition: Matthias Erian.

 Licht design: Benjamin Schälke




Lina Gómez: Träumerei des Verschwindens

 

Lina Gómez: Devaneios sobre o desaparecimento - Träumerei des Verschwindens Foto: Nina Cavalcanti und Noam Gorbat
>Lina Gómez: Devaneios sobre o desaparecimento - Träumerei des Verschwindens Foto: Nina Cavalcanti und Noam Gorbat

 

Träumerei des Verschwindens” untersucht fremde Körper und ihre Vergänglichkeit. Wo sind die Grenzen dieser Körper - wo fangen sie an und wo enden sie, welche Bewegungsqualität haben sie? “Träumerei des Verschwindens” lässt Körper konturlos werden: im fließenden Übergang werden sie wie im Wolkenzug aufgelöst, getarnt und ununterbrochen transformiert.

 

Idee/Konzept/Choreographie: Lina Gómez.

Assistentin Choreographie: Christina Wüstenhagen.

Dramaturgische Beratung: Joshua Wicke

Kreative Darstellelung: Julek Kreutzer, Camille Chapon, Jacques André Dupont, Bella Hager, Diethild Meier.

Musik: Gearóid Ua Langhaarige und Michelangelo Contini.

Lichtdesigner: Bruno Pocheron

 


Eintritt frei

Keine Reservierung möglich, Karten ab 18:15 Uhr an der Abendkasse. Es gibt nur eine limitierte Anzahl an Plätzen. Bitte kommen Sie frühzeitig.


HZT in den Uferstudios, Studio 14, Uferstraße 23, 13357 Berlin

21.10. I 18 Uhr I HZT OPEN LECTURE I AUGUSTO CORRIERI

 

©Lucy Cash
>©Lucy Cash

 

Augusto Corrieri: In Place of a show.

 

Was geschieht im Inneren eines Theaters wenn nichts geschieht? Was tun die Theatergebäude?

 

In Place of a show ist eine Vortrags-Arbeit, die unterschiedliche Theatergebäude an verschiedenen Orten der Welt erforscht. Die Aufmerksamkeit richtet sich nicht auf das Element Mensch des Theaters (die Arbeit des Performers, die Künstler, das Publikum, die Architekten etc.), sondern richtet den Fokus auf die Gebäude als solche: Ihrem Hauptzweck beraubt stehen die Theater leer, museal konserviert, oder demoliert. Wenn das menschliche Element den Raum verlässt, ihn nicht länger dominert, nehmen die nicht-menschlichen Elemente die Bühne ein: Vorhänge, Sitze, Balkone, Türen, ebenso wie Tiere, Insekten, Luftströmungen und Staub.


Vielleicht kann die Kunst theatraler Repräsentation am besten verstanden werden, wenn man an anscheinend unbedeutenden Ereignissen teilnimmt: eine Schwalbe, die im Atrium eines Theaters in Italien herumfliegt, wirbelnde Staubteilchen auf dem Gelände eines zerstörten Theaters in London, die Dunkelheit, die die Säle erfüllt, sobald die Vorstellung vorbei ist.


Eintritt frei

HZT in den Uferstudios, Uferstraße 23, 13357 Berlin
U8: Pankstraße, U9: Nauener Platz, S-Bahn Gesundbrunnen

15.10.2015 I DFG-PROJEKT "VERZEICHNUNGEN" DOUBLE FEATURE

 

 

Uferstudios, Seminarraum 1 (1. Stock), 18-19 Uhr

 

Aufzeichnen. Verzeichnen: Die aktuelle Ausgabe von MAP Media | Archive | Performance


Die aktuelle Ausgabe von MAP widmet sich der Aufzeichnung und Dokumentation von Aufführungen als Basis für Archivbildung und Historiographie. Welche Aussagen erlauben  Aufzeichnungsartefakte über ihren Gegenstand? Welche Verschiebungen erzeugen wissenschaftliches und künstlerisches Vorgehen mit ihren jeweiligen Verfahren des Schreibens, Zeichnens und digitaler Visualisierung? Die Komplementarität der verschiedenen medialen Verfahren und Artefakte erlaubt erst im Zusammenspiel weitreichende Aussagen über das aufgezeichnete Ereignis.


Mit Beiträgen von:  Sabine Brantl, Scott deLahunta / Florian Jenett, Kathleen Heil, Elisabeth Heymer, Susanne Holschbach, Jasmin İhraç, Barbora Klimová, Ulrike Krautheim, Stefanie Schulte Strathaus, Laurent Sebillotte, Isa Wortelkamp.


Barbara Büscher und Franz Anton Cramer stellen die Ausgabe gemeinsam mit Autor_innen vor.

 

Im Anschluss um 19:30 Uhr:

 

Transformationen und Maskeraden 2:  Digitale Bilder und tänzerische Notationen. 


Anne Quirynen stellt den Film „The Way of the Weed“ (B, 1997, 52 Min) vor.


Die belgische Filmregisseurin Anne Quirynen studierte Kunstgeschichte und Videokunst und lebt und arbeitet in Berlin. Ihre Filme und Videoinstallationen wurden auf verschiedenen Festivals in Rotterdam, Split, Osnabrück, Den Haag, Rotterdam und Kopenhagen gezeigt, außerdem in Kunstzentren in Paris, New York, Amsterdam und Tokyo. Der Film THE WAY OF THE WEED (1997), eine Zusammenarbeit mit Peter Missotten und An-Marie Lambrecht, überführt William Forsythes Tanzästhetik in eine Science-Fiction-Handlung.

 

Uferstudios, Seminarraum 1 (1. Stock)

14.10. 2015 I 18 UHR I MA SODA LECTURE I RIC ALLSOPP

 

© HZT
>© HZT

 

Performing Poetics


Eine Poetik der Performance bevorzugt die Offenheit und Unbestimmtheit des Enactments gegenüber der Abgeschlossenheit der Erklärung. Tanz tendiert eher zum Enactment als zur Erklärung, während die Choreographie ein Mittel ist, die Formen eines solchen Enactments zu übermitteln. Der Vortrag argumentiert, dass die anhaltende Resonanz des Judson Dance Theatre und eine Poetik radikaler Kohärenz deutliche Bestrebungen sind die (mit den Worten Walter Benjamins) „Überlieferung von neuem dem Konformismus abzugewinnen, der im Begriff steht, sie zu überwältigen.“

 

Vortrag in englischer Sprache

 

Hochschulübergreifendes Zentrum Tanz Berlin (HZT). Uferstudios. Uferstraße 8/23. Berlin-Wedding

Eintritt: frei