002.11.2014 17 Uhr | Uferstudios, Studio 4 |
Jeroen Peeters:
Through The Back: Situating vision between moving bodies (Buchpräsentation)

Sandro Botticelli, La Divina Commedia: Purgatorio XI, ca. 1490, Kupferstichkabinett Berlin
>Sandro Botticelli, La Divina Commedia: Purgatorio XI, ca. 1490, Kupferstichkabinett Berlin

In einem Gespräch mit der Philosophin und Kuratorin Stefanie Wenner und den Künstlern deufert&plischke präsentiert der belgische Dramaturg und Autor Jeroen Peeters sein Buch über das Zuschauen im zeitgenössischen Tanz.

Wie agiert der Tanz im heutigen Regime des Visuellen? Wie hinterfragt er vorherrschende kulturelle Körperideale? Peeters erkundet das kritische Potenzial von alternativen körperlichen Ausdrucksweisen und der Schaffung von Körperbildern, die verletzlich und durchlässig für die Welt sind. Experimentelle Choreografen fordern und erweitern das Zu- schauen, einschließlich der körperlichen, technologischen und kulturellen Komponenten, auf die sich unsere Vorstellungskraft und unsere Art zu sehen, zu hören und zu spüren, stützt.

 

Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Hochschulübergreifenden Zentrums Tanz (HZT) Berlin und der Tanzfabrik Berlin, unterstützt durch Sarma (Brüssel).
Hrsg.: Theatre Academy of the University of the Arts Helsinki, 2014

 

Auf Englisch, freier Eintritt

 

HZT OPEN LECTURE WINTERSEMESTER 2014/15
© Marion Borriss
>© Marion Borriss

06.11.2014, 18-21 Uhr | MA SODA Double Lecture

Constanze Schellow: Diskurs-Choreographien. Bewegungen zwischen Tanz(-Theorie) und Philosophie
In den letzten Jahren wurde in der Tanztheorie eine besonders enge Beziehung zwischen Tanz und Philosophie konstatiert - mit Verweis auf die Arbeiten u.a. von Jérôme Bel, Xavier Le Roy oder William Forsythe. Zeitgenössische Tanzstücke, heißt es in diesem Zusammenhang, würden seit einem ‚Diskurs-Schub‘ in den 1990er Jahren in gesteigertem Maße zur theoretisch-philosophischen Reflexion einladen. Der Vortrag hinterfragt das Verhältnis zwischen Tanzwissenschaft, Tanzpraxis, und Philosophie, indem er zwei Diskurs-Choreographien nachspürt, die von TheoretikerInnen, ChoreographInnen und PhilosophInnen jeweils Anfang des 20. und 21. Jahrhunderts ‚aufgeführt‘ wurden.

Boyan Manchev: What is Form in Art? On the Politics of Use of the Concept of Form in Contemporary Arts
Die Frage nach der Aktivität der Form sollte ins Zentrum zeitgenössischer Kunsttheorie gestellt werden. Form kann nicht ohne ihre Grenze gedacht werden, also nicht ohne Trans-Formation. Sie könnte ihre Grenze nur durch ihre Aktivität erreichen; auf das etymologische Potential des lateinischen Wortes aufbauend, könnten wir diese Aktivität „Per-formance" nennen. Auf diese Weise könnten wir eine Möglichkeit zur Erweiterung der Auffassungen von ‚Performance' und ‚Transformation' als den zentralen Komponenten einer neuen künstlerischen Konzeption der Form erreichen, eine neue Philosophie der Form. Poetik ist unmöglich ohne die Frage der Form; die Frage nach der Form ist nicht möglich ohne die Frage nach der Modalität der Form; die Frage nach der Modalität - ohne die Frage der Aktivität der Form und damit der Per-formance der Form.

18-21 Uhr, Uferstudios, Studio 11, Eintritt frei, in englischer Sprache

 

 

26.11.2014, 18 Uhr | Turbulence (a dance about the economy) by Keith Hennessy

In his lecture, which will contain elements of performance/image/action, Keith Hennessy will reflect on his project Turbulence (a dance about the economy). He will talk about politics and art, about poetics and limits of institutional critique, about collaboration/collectivity in improvisation, about queer as both an alternative perspective and a potential utopian space…

 

Uferstudios, Studio 11, Eintritt frei, in englischer Sprache



03.12.2014, 18 Uhr
| solid or liquid: the shape of water a talk by Lucy Cash & Karen Christopher

Lucy and Karen will interweave their separate writings into a singular essay. Karen will speak about the shimmering between states of permanence and impermanence and focussing on a starting place for a new piece: the carrying of another on one’s back for pleasure or rescue. Lucy will consider empathy and gesture – what we hold onto and what we hold - whilst looking back at some previous work. 

solid or liquid: the shape of water invites the listener to consider the duration of the talk as a pleasurable period of "lost time", akin to a pause between one state and another.

 

Uferstudios, Studio 11, Eintritt frei, in englischer Sprache