27.5.15 | 18 Uhr | MA SODA Lecture | Josefine Wikström und Constanze Schellow I Studio 8

© Marion Borriss
>© Marion Borriss


 

Josefine Wikström: Critique Light?

Some notes on critique and practice in current dance and performance practice 

 

In this lecture I want to address the stake of criticality and practice in dance and performance as it operates in higher education programs as well as in a broader artistic context. I want, in particular, to approach this topic by going into the close relationship between the concepts ‘practice’ and ‘critique’ as they appear in the history of philosophy – focusing on Immanuel Kant’s and Karl Marx’s understanding of these terms – and the conception of dance and performance as a form of ‘practice’ as it emerged in the 1960s and institutionalised itself in the 1990s. To what extent can current dance and performance practices be understood as critical? If dance and performance have turned into critical practices, does that mean they have replaced understandings of dance and performance based on notions of virtuosity and skill? And to what extent could it be argued that the current self-proclaimed critical practice within dance and performance has been replaced or been amplified with neoliberal values such as opinion making and processes of self-realisation and/or emancipation? 

 

Biography

Josefine Wikström is a PhD Candidate at the Centre for Research in Modern European Philosophy, Kingston University. In her thesis, supervised by professor Peter Osborne, she investigates the concept of performance within contemporary art and from the standpoint of concepts of labour in Marx, Adorno and other thinkers. Josefine Wikström teaches at DOCH, Goldsmiths University and Kingston University. She also writes for Afterall, MUTE, MAY Revue, Paletten, Frieze, Philosophy and Photography and Performance Research Journal. 



Constanze Schellow: Identity Games: What is your discourse?

A report from the brave new art education world.

 

Many recent dance and performance study programs emphasize the importance for artists today to either ‚participate in‘ or moreover to ‚create discourse‘. But what is exactly meant by that? Looking into the history of the terms usage in the context of dance and performance it surprises how blurry and colloquial the connotation of ‚discourse‘ often is. I want to shed light on the concept as it is developed by Michel Foucault, asking what its benefit in an art education might be. Superficially the separation between the discoursive and the non-discoursive seems to crumble since theory has become a new currency in the educational realm and since choreography embraces theoretical impulses as well as strategies that have been called ‚discoursive‘ since the 1990ties. On the other hand the daily practice of teaching shows that it is still very much unclear how the embedding of theory in the artistic study environment can work in a way that at the end of the day does not rest on the very same old opposition.

 

Biography

Prof. Dr. Constanze Schellow is currently a guest professor for Applied Dance Studies and Performance Theory at HZT. Her thesis „Discourse-Choreographies“, examining recent politics of theorization via ex negativo terminologies in publications on contemporary dance since the 1990ties will be out this year (epodium). She has also published in Performance Research, Frakcija, Theater der Zeit, Tanzjournal. As a dramaturge she has collaborated with Sara Manente, Doris Uhlich and Simone Aughterlony.

 

Vortrag in englischer Sprache


Eintritt frei

 

Uferstudios, Uferstraße 23, 13357 Berlin
U8: Pankstraße, U9: Nauener Platz, S-Bahn Gesundbrunnen

 20. 5. | 18 Uhr | HZT OPEN LECTURE | Tom Arthurs | Studio 6

©Remko Wieland
>©Remko Wieland

 

Improvised Music, Echtzeitmusik and Berlin

(Lecture in englischer Sprache)

 

Tom Arthurs präsentiert Erkenntnisse aus seiner laufenden ethnografischen Untersuchung der zeitgenössischen improvisierten Musik und der Berliner Echtzeitmusik-Szene. Ausgehend von einer Betrachtung ihres Hervorkommens aus dem Free Jazz der 1960er Jahre, hin zu heutigen Formen wie Reduktionismus und Durational Music, konzentriert sich diese Lecture auf die ästhetischen, sozialen und politischen Entwicklungen, die die Stadt zu einem internationalen Zentrum für Innovation und wegweisendes Musizieren gemacht haben.

Diese Lecture besteht aus einer kurzen Performance, einem Vortrag und einer offenen Diskussion und wird Fragen des Hörens in Bezug auf Praktiken der improvisierten Musik ansprechen und einen inspirierenden Ausgangspunkt für diejenigen bieten, die neu auf diesem Gebiet sind.

 

Tom Arthurs (1980, UK) ist Trompeten-Spieler, Komponist und international renommiert für seine Forschung im Bereich Jazz und improvisierte Musik. Zur Zeit promoviert er an der Universität von Edinburgh bei Prof. Simon Frith. Er veröffentlichte bei den Labels ECM, Intakt, Unit, Babel und Creative Sources, komponierte für Streichquartette und das BBC Concert Orchestra und hat mit verschiedenen Musikern – von John Taylor zu Phil Minton, Eddie Prévost zu Jan Bang und Julia Hülsmann zu Ingrid Laubrock – gearbeitet.

 

Eintritt frei

HZT in den Uferstudios, Uferstraße 23, 13357 Berlin

U8: Pankstraße, U9: Nauener Platz, S-Bahn Gesundbrunnen



23. - 25.5.15 | Workshop mit Alys Longley und Paula Kramer | Studio 10

© Paula Kramer
>© Paula Kramer

 

moving – writing – living; experimental documentary practices in site-specific dance research

 

Workshop mit Alys Longley (Aukland) & Paula Kramer (Berlin)

23. – 25. Mai 2015, Sa + So, 10 – 17, Mo 10 - 14

 

Dieser Workshop verbindet ortsspezifische Bewegungspraxis und experimentelle

Dokumentationsprozesse. Durch Bewegen, Kritzeln, Verweilen, Schreiben, Austausch von Ideen und Herstellen von choreographischen Scores, wird Tanzen und Dokumentieren im Zusammenwirken mit Orten auf dem HZT Campus erkundet.

 

Paula und Alys forschen gemeinsam an: Arbeitsweisen vor Ort, in denen Materialien zusammenwirken. Hier schlagen wir vor, dass Tänze durch kollaborative Prozesse entstehen, welche die Kluft zwischen menschlich und nicht-menschlich überschreiten. Arbeiten mit bewegungsinitiiertem Dokumentationspraxen. Hier experimentieren wir mit Schreibpraxen im erweiterten Feld des Zeichnens und Markierens, das aus dem Empfindungsvermögen von Verkörperung und Ort hervorgeht.

Zusammen mit den Teilnehmenden erforschen wir die Rolle von Dingen, Objekten und Materialien sowie nicht-linearen und affektiven Registern des Schreibens und versuchen uns daran, verschiedenartige Formen des Denkens und Seins in der Arbeit mit Tanz und Bewegung nebeneinander existieren zu lassen.

 

Dieser Workshop findet im Rahmen einer dreiwöchigen Forschungsphase statt, die Alys Longley zusammen mit Paula Kramer im Mai 2015 am HZT durchführt. In dieser Zeit sind alle Interessierten herzlich willkommen, sich Alys und Paula für halbtägige Austauschtreffen anzuschließen; die Teilnahme ist kostenlos. Kontakt: paula@paulakramer.de

 

Paula Kramer tanzt draußen; sie forscht, performt und unterrichtet sowohl in ländlichen als auch urbanen Umgebungen. Sie studierte Politikwissenschaft und beendet derzeit einen ‚practice-as-research’ PhD in Tanz an der Coventry University (UK). Ihr Arbeitsinteresse gilt der Materialität im Kontext von Tanz und Choreographie sowie im Alltag. www.paulakramer.de

 

Dr. Alys Longley ist Performancekünstlerin, Wissenschaftlerin und Dozentin. Ihre Interessen umfassen praxisgeleitete Forschung, interdisziplinäre Projekte, Ethnographie, somatische Praxen, Ökologie und inklusive Tanzpädagogik. Sie befasst vor allem mit der Beziehung zwischen Schreiben in und als Performance und praxisgeleiteter Forschung. Sie ist Dozentin für Tanz an der University of Auckland. Derzeit ist sie zu einem einjährigen Forschungsaufenthalt in Europa und Gast am HZT Berlin von Mai bis Juli 2015.

 

Anmeldung und Kosten:

Early bird: bis 05.05.2015: 70 EUR // nach dem 05.05.2105: 100 EUR [bei Absagen bis

15.05.2015 werden 50% der Teilnahmegebühr erstattet]. Für HZT-Studierende ist die Teilnahme kostenfrei.


Weitere Informationen und Anmeldung: Paula Kramer - paula@paulakramer.de





10.6. und 8.7. | 18 Uhr | RARE TRACKS | Studio 11

QUINTET – A CHOREOPORNOGRAPHIC EXPERIMENT ©David Bloom
>QUINTET – A CHOREOPORNOGRAPHIC EXPERIMENT ©David Bloom

 

RARE TRACKS ist eine neue Präsentations- und Gesprächsreihe des HZT Berlin, in der außergewöhnliche choreographische Formate vorgestellt werden. Am 10. Juni ist der Choreograph David Bloom (HZT Alumni) zu Gast, der seinen Kurzfilm "QUINTET – A CHOREOPORNOGRAPHIC EXPERIMENT“ präsentiert sowie sein neu geplantes Filmprojekt, welches wiederum Aspekte der Choreographie und der Pornographie verbindet. Am 8. Juli berichtet die Choreographin Kat Valastur (ebenfalls HZT Alumni) über ihre Arbeit mit über 300 TänzerInnen für die Eröffnungszeremonie der Eurogames in Baku, Aserbaidschan. Zu diesen erstmals stattfindenden Spielen treten ca. 6000 AthletInnen in 20 Sportarten an. Im Rahmen der Veranstaltung RARE TRACKS wird Kat Valastur Video-Ausschnitte der Eröffnung vom 12. Juni zeigen und ihre eindrücklichen Erfahrungen, aber auch ihre kritische Sicht auf eine solches choreographisches Großprojekt teilen.

 

HZT RARE TRACKS

10.06.2015 um 18h00 im HZT/ Uferstudio 11 mit David Bloom, Moderation Nik Haffner

08.07.2015 um 18h00 im HZT/ Uferstudio 11 mit Kat Valastur, Moderation Nik Haffner

Mehr Informationen zu den eingeladenen KünstlerInnen:

David Bloom: http://davidbloom.info

Kat Valstur: http://www.katvalastur.com

 

 



 

MA SODA LECTURE SERIES ECONOMIES OF PERFORMANCE | BOYAN MANCHEV | 24.6. | 18 Uhr  | Studio 8

© Marion Borriss
>© Marion Borriss

 

Micro-series "Economies of Performance" I : Boyan Manchev

 

Ziel dieser Serie aus drei Vorträgen, gehalten von Boyan Manchev, Bojana Kunst und Sergej Pristas, wird es sein, einen Interpretationsrahmen zu etablieren, innerhalb dessen Fragen der Performancearbeit, deren Produktionsformen wie auch deren laufende Transformation diskutiert werden können. Im Rahmen des Vortrags werden die kürzlich erschienenen Bücher der Referenten diskutiert.

 

Vorträge in englischer Sprache

 

Save the date:
3. July, 6 PM, "Economies of Performance" II & III: Bojana Kunst und Sergei Pristas.

 


 

HZT OPEN LECTURE | JEANINE DURNING | 26.5.15 I 18 Uhr | Studio 11

inging at American Realness, NYC, 2013: Ian Douglas
>inging at American Realness, NYC, 2013: Ian Douglas

 

To Being: a talk about nonstopping

Jeanine Durning im Gespräch mit Litó Walkey

 

Anekdoten verflechtend, Geschichten erzählend, Fragen stellend, Antworten versuchend, von Notebooks lesend, Abschriften von Performances lesend, Video-Clips von Performances, Bilder projizierend, projizierend was war, was sein wird, oder die Hoffnung von dem, was sein könnte, Nachdenkend über die Bewegung der Zeit, bewegend, oder über Bewegung redend, redend über das Machen, über Performance-Machen, die Praxis der Performance, und die Natur der Präsenz, und das Sein im Anwesend-Sein, und das Sein im Tun, und das Sein tuend, der anhaltenden Gegenwart, und fortlaufend anspannend, fortlaufend sprechend und sprechend über Sprechen und denkend über choreographisches Denken, wird Jeanine Durning die Praktik, die sie nonstopping nennt, durch die Linse ihrer Solo-Performance „inging“ und ihres aktuellen Projektes „To Being“ diskutierten.

 

Vortrag in englischer Sprache

 

Eintritt frei

 

Uferstudios, Uferstraße 23, 13357 Berlin
U8: Pankstraße, U9: Nauener Platz, S-Bahn Gesundbrunnen