20.-26.10.2014 | Take us for a walk - (De)synchronizing movement | Workshop, Performance, Symposium 

©Hamish Fulton / Maureen Paley, London
>©Hamish Fulton / Maureen Paley, London

 

Workshop, Performance, Symposium

 

Ob wir gemeinsam oder alleine gehen, beständig synchronisieren und de-synchronisieren wir: Schwingen der Gliedmaßen, Anpassung des Muskeltonus, Herzschlag, Atmung... - eine Vielzahl von sich permanent gegenseitig beeinflussenden Rhythmen bestimmt unsere Körper. Wenn wir die scheinbar einfache Bewegung des Gehens näher betrachten, entdecken wir eine komplexe Polychronizität sowie verschiedene Formen gegenseitiger Abstimmung.

 

In einem Workshop, einer Performance auf dem Tempelhofer Feld und einem zweitägigen Symposium werden Künstler und Wissenschaftler aus verschiedenen Bereichen die Dynamik des Gehens in Bezug auf rhythmische Selbstorganisation erkunden. Was sind unsere Techniken, unsere Kulturen, unsere Ökosysteme, unsere Politik des Gehens?

 

TAKE US FOR A WALK ist eine Kooperation des DFG-Schwerpunktprogramms “Ästhetische Eigenzeiten” + Freie Universität Berlin, Institut für Theaterwissenschaft, Zentrum für Bewegungsforschung, des Hochschulübergreifenden Zentrums Tanz Berlin, der Universität der Künste Berlin, der Hochschule für Schauspielkunst “Ernst Busch” und der Tanzfabrik Berlin e.V.

 

Performance und Symposium sind öffentlich; Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei.

Die Teilnehmerzahl für den Workshop ist begrenzt, Anmeldung erforderlich bis 13. Oktober 2014 bei: Katja Münker, takeusforawalk-workshop@tanzfabrik-berlin.de. 

 

 

Fr 24.10., Start 16:00 (Dauer: ca. 1 Std.), Tempelhofer Feld 

“The Object cannot compete with an Experience” - SLOWALK Performance

Die Performance auf dem Tempelhofer Feld, konzipiert und angeleitet von Hamish Fulton, ist außer für die WorkshopteilnehmerInnen offen für alle, die teilnehmen möchten. “Die gehenden Teilnehmer sind gleichzeitig die Kunstbetrachter.” (Hamish Fulton)

http://www.hamish-fulton.com/

Treffpunkt: Haupteingang Oderstraße / Herfurthstraße

 

 

Workshop Mo 20. – Fr 24.10., 10:00-17:00 (Fr: 15:00), Uferstudio 14

 

Teil I: The Art of Walking – mit Katja Münker

Die Berliner Feldenkrais-Lehrerin und Performance-Künstlerin Katja Münker wird mit den TeilnehmerInnen das Gehen (wieder)entdecken. Spielerisch, explorativ und kontemplativ wird das Gehen in seine physischen, rhythmischen und räumlichen Aspekte dekonstruiert und reorganisiert, um unterschiedliche Geh-Erlebnisse und -Techniken zu ermöglichen.

Mo 20. + Di 21.10., 10:00-17:00, Uferstudio 14

 

Teil II: One Step at a Time – mit Hamish Fulton

Der britische Land Art und Konzeptkünstler Hamish Fulton, der als “walking artist” internationalen Ruhm erreicht hat, wird im zweiten Teil des Workshops die TeilnehmerInnen mit seiner Praxis vertraut machen. Durch eine Reihe von ‘In-door’ und ‘Out-door’-Walks, und den Austausch von Gedanken darüber wie durch Gehen Kommunikation stattfindet, werden verschiedene Zustände von Zusammengehörigkeit und Getrenntsein und unterschiedliche Möglichkeiten, das Gehen zu gestalten, untersucht.

Mi 22.-Fr 24.10., 10-17:00 (Fr: 15:00), Uferstudio 14

 

 

TAKE US FOR A WALK

Ein Symposium über Gehen und (D­e‑)Synchronisation

Sa 25. + So 26.10., Uferstudio 14, Uferstudio 14, Uferstudios Berlin, Uferstraße 23, Berlin-Wedding.

 

Das Symposium findet auf Englisch statt.

 

Samstag


10.00   Begrüßung und Einführung (Gabriele Brandstetter + Kai van Eikels)

11.00   Daniela Hahn: Leaving the Factory. Walking Under Working Conditions

12.00   Ralph Fischer: Walking Together/Walking Against. Poetics and Politics of Pedestrian Movements

 

Mittagspause

 

14.30   plan b (Sophia New + Daniel Belasco Rogers): Taking a Walk for a Line, presentation

15.00   Gespräch zwischen Hamish Fulton, Sophia New + Daniel Belasco Rogers

16.30   Martin Nachbar: Walking Around the Theater. On Possibilities to Share (Kin)Aesthetic Experience in the City, presentation and performance

17.30   Katja Münker: Invitation to Walk. Eine kollektive Choreographie, Performance

18.30   Diskussion

 

 

Sonntag

 

Ganztätig: gehen exhibited, Installation von Katharina Greimel

 

10.30   Einführung: ‘Synchronization’ as a concept in science and arts

11-13:00   Panel 1: Democracy and Poetry — Synchronizing Lives (Eva Axer)

14.30   Panel 2: Synchronization and (Im‑)Balance (Sabine Zubarik). Gesture as Desynchronization (Reinhold Görling)

16.30   Diskussion (das Symposium endet ca. 17.00)

002.11.2014 17 Uhr | Uferstudios, Studio 4 |
Jeroen Peeters:
Through The Back: Situating vision between moving bodies (Buchpräsentation)

Sandro Botticelli, La Divina Commedia: Purgatorio XI, ca. 1490, Kupferstichkabinett Berlin
>Sandro Botticelli, La Divina Commedia: Purgatorio XI, ca. 1490, Kupferstichkabinett Berlin

In einem Gespräch mit der Philosophin und Kuratorin Stefanie Wenner und den Künstlern deufert&plischke präsentiert der belgische Dramaturg und Autor Jeroen Peeters sein Buch über das Zuschauen im zeitgenössischen Tanz.

Wie agiert der Tanz im heutigen Regime des Visuellen? Wie hinterfragt er vorherrschende kulturelle Körperideale? Peeters erkundet das kritische Potenzial von alternativen körperlichen Ausdrucksweisen und der Schaffung von Körperbildern, die verletzlich und durchlässig für die Welt sind. Experimentelle Choreografen fordern und erweitern das Zu- schauen, einschließlich der körperlichen, technologischen und kulturellen Komponenten, auf die sich unsere Vorstellungskraft und unsere Art zu sehen, zu hören und zu spüren, stützt.

 

Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Hochschulübergreifenden Zentrums Tanz (HZT) Berlin und der Tanzfabrik Berlin, unterstützt durch Sarma (Brüssel).
Hrsg.: Theatre Academy of the University of the Arts Helsinki, 2014

 

Auf Englisch, freier Eintritt

 

HZT OPEN LECTURE WINTERSEMESTER 2014/15
© Marion Borriss
>© Marion Borriss

06.11.2014, 18-21 Uhr | MA SODA Double Lecture

Constanze Schellow: Diskurs-Choreographien. Bewegungen zwischen Tanz(-Theorie) und Philosophie
In den letzten Jahren wurde in der Tanztheorie eine besonders enge Beziehung zwischen Tanz und Philosophie konstatiert - mit Verweis auf die Arbeiten u.a. von Jérôme Bel, Xavier Le Roy oder William Forsythe. Zeitgenössische Tanzstücke, heißt es in diesem Zusammenhang, würden seit einem ‚Diskurs-Schub‘ in den 1990er Jahren in gesteigertem Maße zur theoretisch-philosophischen Reflexion einladen. Der Vortrag hinterfragt das Verhältnis zwischen Tanzwissenschaft, Tanzpraxis, und Philosophie, indem er zwei Diskurs-Choreographien nachspürt, die von TheoretikerInnen, ChoreographInnen und PhilosophInnen jeweils Anfang des 20. und 21. Jahrhunderts ‚aufgeführt‘ wurden.

Boyan Manchev: What is Form in Art? On the Politics of Use of the Concept of Form in Contemporary Arts
Die Frage nach der Aktivität der Form sollte ins Zentrum zeitgenössischer Kunsttheorie gestellt werden. Form kann nicht ohne ihre Grenze gedacht werden, also nicht ohne Trans-Formation. Sie könnte ihre Grenze nur durch ihre Aktivität erreichen; auf das etymologische Potential des lateinischen Wortes aufbauend, könnten wir diese Aktivität „Per-formance" nennen. Auf diese Weise könnten wir eine Möglichkeit zur Erweiterung der Auffassungen von ‚Performance' und ‚Transformation' als den zentralen Komponenten einer neuen künstlerischen Konzeption der Form erreichen, eine neue Philosophie der Form. Poetik ist unmöglich ohne die Frage der Form; die Frage nach der Form ist nicht möglich ohne die Frage nach der Modalität der Form; die Frage nach der Modalität - ohne die Frage der Aktivität der Form und damit der Per-formance der Form.

18-21 Uhr, Uferstudios, Studio 11, Eintritt frei, in englischer Sprache

 

 

26.11.2014, 18 Uhr | Turbulence (a dance about the economy) by Keith Hennessy

In his lecture, which will contain elements of performance/image/action, Keith Hennessy will reflect on his project Turbulence (a dance about the economy). He will talk about politics and art, about poetics and limits of institutional critique, about collaboration/collectivity in improvisation, about queer as both an alternative perspective and a potential utopian space…

 

Uferstudios, Studio 11, Eintritt frei, in englischer Sprache



03.12.2014, 18 Uhr
| solid or liquid: the shape of water a talk by Lucy Cash & Karen Christopher

Lucy and Karen will interweave their separate writings into a singular essay. Karen will speak about the shimmering between states of permanence and impermanence and focussing on a starting place for a new piece: the carrying of another on one’s back for pleasure or rescue. Lucy will consider empathy and gesture – what we hold onto and what we hold - whilst looking back at some previous work. 

solid or liquid: the shape of water invites the listener to consider the duration of the talk as a pleasurable period of "lost time", akin to a pause between one state and another.

 

Uferstudios, Studio 11, Eintritt frei, in englischer Sprache