HZT OPEN LECTURE WINTERSEMESTER 2014/15
© Marion Borriss
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06.11.2014, 18-21 Uhr | MA SODA Double Lecture

Constanze Schellow: Diskurs-Choreographien. Bewegungen zwischen Tanz(-Theorie) und Philosophie
In den letzten Jahren wurde in der Tanztheorie eine besonders enge Beziehung zwischen Tanz und Philosophie konstatiert - mit Verweis auf die Arbeiten u.a. von Jérôme Bel, Xavier Le Roy oder William Forsythe. Zeitgenössische Tanzstücke, heißt es in diesem Zusammenhang, würden seit einem ‚Diskurs-Schub‘ in den 1990er Jahren in gesteigertem Maße zur theoretisch-philosophischen Reflexion einladen. Der Vortrag hinterfragt das Verhältnis zwischen Tanzwissenschaft, Tanzpraxis, und Philosophie, indem er zwei Diskurs-Choreographien nachspürt, die von TheoretikerInnen, ChoreographInnen und PhilosophInnen jeweils Anfang des 20. und 21. Jahrhunderts ‚aufgeführt‘ wurden.

Boyan Manchev: What is Form in Art? On the Politics of Use of the Concept of Form in Contemporary Arts
Die Frage nach der Aktivität der Form sollte ins Zentrum zeitgenössischer Kunsttheorie gestellt werden. Form kann nicht ohne ihre Grenze gedacht werden, also nicht ohne Trans-Formation. Sie könnte ihre Grenze nur durch ihre Aktivität erreichen; auf das etymologische Potential des lateinischen Wortes aufbauend, könnten wir diese Aktivität „Per-formance" nennen. Auf diese Weise könnten wir eine Möglichkeit zur Erweiterung der Auffassungen von ‚Performance' und ‚Transformation' als den zentralen Komponenten einer neuen künstlerischen Konzeption der Form erreichen, eine neue Philosophie der Form. Poetik ist unmöglich ohne die Frage der Form; die Frage nach der Form ist nicht möglich ohne die Frage nach der Modalität der Form; die Frage nach der Modalität - ohne die Frage der Aktivität der Form und damit der Per-formance der Form.

18-21 Uhr, Uferstudios, Studio 11, Eintritt frei, in englischer Sprache

 

 

26.11.2014, 18 Uhr | Turbulence (a dance about the economy) by Keith Hennessy

Mit Videoclips, Geschichten und Gerüchten aus seinem letzten Performance-Projekt spricht Keith Hennessy über Politik und Kunst, über Poetik und Grenzen der Institutionskritik, über Kollektivität und Misserfolg in der Improvisation, über ‚queer’ als alternative Perspektive und potenziell utopischen Raum, über rassistische Implikationen von Castings, die Kollaboration im konfliktreichen Rahmen von liberalem Humanismus und Afro Pessimismus (oder radikaler anti-rassistischer Kritik) ... Dies ist ein Vortrag über das Tanzen und choreographische Performances und Situationen.

 

Keith Hennessy ist Performer, Choreograph, Lehrer und Aktivist, geboren in Kanada, lebt in San Francisco und tourt international. Er arbeitet interdisziplinär und setzt sich mit Improvisation, Ritual und öffentlicher Aktion als Mittel zur Untersuchung politischer Realitäten auseinander. Hennessy leitet CIRCO ZERO und war Mitglied kollaborativer Performance Companies: Contraband (mit Sara Shelton Mann), CORE, and Cahin-caha, cirque bâtard. Für seine Arbeit erhielt er zahlreiche Auszeichnungen, darunter den New Yorker Bessie-Award und zweimal den Isadora Duncan Dance Award.

 

Uferstudios, Studio 11, Eintritt frei, in englischer Sprache



03.12.2014, 18 Uhr
| solid or liquid: the shape of water a talk by Lucy Cash & Karen Christopher

Lucy Cash und Karen Christopher, sind derzeit Gastlehrende am HZT und verweben in ihrem Vortrag ihre getrennten Schriften zu einem gemeinsamen Essay. Karen spricht über das Schimmern zwischen Zuständen der Dauer und der Unbeständigkeit und den Ausgangspunkt für ein neues Stück: das Tragen einer Person auf dem Rücken aus Vergnügen oder zur Rettung. Lucy spricht über die Begriffe Empathie und Geste – woran wir festhalten und was wir halten – während sie auf einige frühere Arbeiten zurückblickt. solid or liquid: the shape of water lädt die Zuhörer ein, die Dauer des Vortrags als vergnügliche “verlorene” Zeit zu betrachten, ähnlich einer Pause zwischen zwei Zuständen.

 

Lucy Cashs Praxis umfasst einen intimen und häufig spielerischen Forschungs- und Kollaborationsprozess. Sie arbeitet sowohl dokumentarisch als auch assoziativ und stellt dadurch Beschreibungen der realen Welt wie auch eigenständige Fiktionen her, die Aspekte der Welt öffnen und sichtbar machen. Text und Sound, Installation, Fotographie und Film/Video kombiniert sie zu Interventionen zwischen dem Poetischen und dem Wissenschaftlichen - philosophisch und humorvoll, intim und politisch. www.lucycash.com    www.straybird.com

 

Karen Christopher, Performance Künstlerin, Performerin, Lehrerin, war über 20 Jahre Teil der Chicagoer Performancegruppe Goat Island, bis sich die Gruppe 2009 auflöste. Jetzt lebt sie in London und arbeitet mit ihrer Company, Haranczak/Navarre Performance Projects. In ihrer Arbeit interessiert sie sich für Momente der Überschneidung und für überraschende Kombinationen, die den Zuschauern erlauben, Veränderungen in ihrem Verstehen und in ihrer Aufmerksamkeit während der Performance zu erfahren. Dazu gehört für sie auch, dem Unbeachteten, dem fast Unsichtbaren und dem sehr Stillen zuzuhören. www.karenchristopher.co.uk

 

 

Uferstudios, Studio 11, Eintritt frei, in englischer Sprache


 

10.12., 18 Uhr |  Dr. Armin Chodzinski: Monkey 47 - Über künstlerisches Networking, Underground Marketing und Alphabetisierung

"Ende der 90’ Jahre drohte der großartige Fluxus-Pionier Tomas Schmit mit dem sofortigen Abbau seiner Ausstellung, wenn nicht genügend Bier für die Besucher zur Verfügung stünde. Also kauften die Organisatoren in aller Eile die örtlichen Tankstellen leer und die Eröffnung fand - mit ein wenig Verspätung - doch noch statt. Es wurde dann am späteren Abend noch viel getanzt und geschrien - wenn ich mich recht erinnere." Eine Lecture im Anzug mit und über Alkohol, Musik, wichtige Gegenstände und Ökonomie

 

Armin Chodzinski hat Kunst studiert, im Management und in der Beratung gearbeitet und in Anthropogeographie promoviert. Er arbeitet am Verhältnis von Kunst und Ökonomie, das sich – wie er sagt – im Stadtraum destilliert. In Performance Lectures, Ausstellungen, Dozenturen und Publikationen ist seine Methode der Selbstversuch.

http://www.chodzinski.com/

 

Uferstudios, Studio 11, Eintritt frei, in englischer Sprache

SODA WORKS 2014 I 04.-18. Dezember I
Abschlussarbeiten MA Solo/Dance/Authorship
SODA WORKS 2014 @TA-TRUNG (Montage)
>SODA WORKS 2014 @TA-TRUNG (Montage)

Zum Ende ihrer zweijährigen künstlerischen und theoretischen Forschungen über Solo, kollaborative Prozesse, Komposition und Performance innerhalb der zeitgenössischen Kunstpraxis präsentieren die Absolventen und Absolventinnen des Masterstudiengangs Solo/Dance/Authorship am HZT Berlin ihre Abschlussarbeiten. 

 

Do, 04.12. Premiere und Fr, 05.12. | Studio 14


19 Uhr Kyla Avery Kegler „Histrionics of a Contortionist (Flip it and Reverse it)“

21 Uhr Rodrigo Garcia Alves „StudioDisorder - La Maison Baroque“


Mo, 08.12. Premiere und Di, 09.12. | Studio 14

19 Uhr André Uerba „Terrarium“
21 Uhr Ixchel Mendoza Hernandez „Re-entering: Visual Ghost“

Sa, 13.12. Premiere und So, 14.12. | Studio 14

19 Uhr Yusuke Kimura „I saw a shadow in the dark“

21 Uhr David Pollmann „YUKO & VORTEX

Mi, 17.12. Premiere und Do, 18.12.2014 | Studio 14


19 Uhr Helena Botto „ABRAHAMIC WHOLENESS (or my god is better than yours).“

 

Der Eintritt ist frei. Eine Kartenreservierung ist nicht möglich. Karten sind 30 Minuten vor Vorstellungsbeginn an der Abendkasse in den Uferstudios erhältlich.

 

Eine Ausstellung mit Dokumentationen der künstlerischen Forschungen der Absolventen/innen ist im Studio 16 zu besichtigen. Öffnungszeiten jeweils eine Stunde vor der ersten Aufführung des Tages bis 21 Uhr. Die SODA WORKS Abschlusspublikation gibt es an der Abendkasse.

 

HZT Berlin in den Uferstudios
Zugang: Uferstraße 23 oder Badstraße 41a, 
13357 Berlin
Anfahrt: U8: Pankstraße, U9: Nauener Platz, S-Bahn: Gesundbrunnen

04.12. & 05.12. | 19 UHR | KYLA AVERY KEGLER 'HISTRIONICS OF A CONTORTIONIST (FLIP IT AND REVERSE IT)' 

©Kyla Avery Kegler
>©Kyla Avery Kegler

“Babies täuschen Weinen vor, warten, um zu sehen wer kommt und weinen sofort weiter.“ (aus „Wie ein Lügner entdeckt wird.“ von Pamela Meyer)

 

Wir alle haben ein Spiegelgesicht. Wir Ausdruckswesen lernen als eines der ersten Dinge, unser Erscheinungsbild zu gestalten, um zu manipulieren, wie die Außenwelt uns wahrnimmt. Das ist eine so alltägliche Praxis, dass sie gewöhnlich unbewusst bleibt. Im Zeitalter Sozialer Netzwerke hat die Identitätskonstruktion einen neuen Bereich betreten. Die Möglichkeiten der Selbstbearbeitung, Selbstinszenierung und Selbstdarstellung haben exponentiell zugenommen und konsequenterweise die Beziehung zu sich selbst verändert. Einen virtuellen Avatar zu konstruieren ist eine gebräuchliche Praxis, um sich seiner Identität zu versichern. „Histrionics of a Contortionist (Flip it and Reverse it)” untersucht die Momente zwischen und unterhalb derer, die üblicherweise der Öffentlichkeit präsentiert werden. Es betrachtet das Unwohlsein und die Verletzlichkeit in diesem Zwischenraum. Eine Performance der Performance, die die Dynamik zwischen Muse und Schöpfer beobachtet, in diesem Fall die getrennter Körper, die eine untrennbare Identität teilen.

 

Performance: Kyla Avery Kegler

 

 

04.12. & 05.12. | 21 UHR | RODRIGO GARCIA ALVES „STUDIODISORDER - LA MAISON BAROQUE“

Rodrigo Garcia | ©Zana Fontannaz
>Rodrigo Garcia | ©Zana Fontannaz

La Maison Baroque ist eine Performance, die Spuren von Andersartigkeit erforscht und hinterfragt: eine endlose offene Kette von Referenzen, die sich Falte um Falte entwickelt, in einem kurvenreichen Weg in fünf Akten von Europa nach Lateinamerika und zurück.

 

Wir Performer verwandeln uns in neue Konfigurationen während wir diesen sich immer wieder aufwickelnden Faden repräsentieren und entwirren. Dieses barocke Garn verheddert sich spielerisch und intim in dem Labyrinth dieses postkolonialen Territoriums.

 

Neue Konstellationen, von denen wir nicht immer ein vollständiges Bild einfangen können, wechseln konstant in ein fragmentiertes Ganzes, dass sich gleich einer „Parangolé“(1) entfaltet.

 

Wir selbst – jetzt – gesammelt und verbunden als ein Mosaik, hybrid und fragmentiert. Auf dem Weg zum See des Ouro Preto (der „schwarz goldenen“ Stadt), in die Tiefe der Erde hinein und wieder zurück, in unserem eigenen Labyrinth drehend – was wir hier finden ist Möglichkeit, Herausforderung, Risiko und Exzess. Was bleibt: Studio Disorder – und das Gelächter darüber.

 

“... so viel verschwendete Arbeit! So viel Spiel und Vergeudung, so viel absichtslose Anstrengung.” - Severo Sarduy

 

(1) Kostümskulpturen des brasilianischen Künstlers Helio Oiticica

 

Konzept, Choreographie & Performance: Rodrigo Garcia Alves

Performance: Mab Cardoso, Pedro Costa, Harvey Rabbit, Liz Rosenfeld

 

 

 

08.12. & 09.12. | 19 UHR | ANDRÉ UERBA „TERRARIUM“

©André Uerba
>©André Uerba

Zu sagen "ich arbeite hauptsächlich mit Bildern" ist eine “oberflächliche” Definition. Es ist wahr, dass Bilder ein zentrales Element sind, ein Ausgangspunkt, aber sie sind Teil eines größeren Körpers der Gesamtstruktur. Das Bild ist ein Medium gleich dem Licht, das beispielweise genutzt wird, um auszustellen, was gezeigt wird. Der Fokus liegt häufig auf dem, was nicht zu sehen ist und es obliegt dem Sehenden die kryptischen Bilder aufzuschlüsseln, um Schichten der Wahrnehmung zu erschaffen.

 

Das Stück ist wie ein Baum gebaut – geprägt von der Zeit. Die dargestellten Bilder suggerieren ein Terrarium in kontinuierlicher Veränderung, in dem Spuren ausgelegt und geschichtet sind, als ob jemand dazwischen gegangen sei – zwischen Zerbrechlichkeit, Licht und Dunkelheit. Die Bühne ist eine Art Miniaturterrarium, dessen Form flüchtig ist, einen Augenblick erscheinend, um gleich wieder zu entschwinden.

 

Es fühlt sich manchmal so an, als könnte ich meine Hände durch meine Augen drücken und einige der Bilder festhalten – nach Außen bringen. Manchmal bleibt das Gehirn hier stecken, versunken. Manchmal wird der Kopf zur Camera Obscura und der Raum ein Laboratorium, in dem sich die Bilder entwickeln. Aber die Arbeit ist nicht etwas Abgeschlossenes, vielmehr etwas zum Tun zum Weitertun. Alles ist mit den Überresten verbunden, wie ein Samen, unterirdisch. (André Uerba)

 

Konzept, Performance, Dramaturgie, Licht, Bühne, Video, Ton & Kostüme: André Uerba

 

 

08.12. & 09.12. | 21 UHR | IXCHEL MENDOZA HERNANDEZ „RE-ENTERING: VISUAL GHOST

Ixchel Mendoza Hernandez | ©Roger Rossell
>Ixchel Mendoza Hernandez | ©Roger Rossell

Es gibt keine Geister, und doch tauchen sie auf und werden. Sind sie einmal da, verschwinden sie. Sie verweilen nicht und im selben Moment, im Augenblick ihres Erscheinens, erfüllen sie den Raum mit ihrer Zeit und ihrer Präsenz. Ein Geist ist präsent aber nicht sichtbar, nicht materialisiert aber greifbar, selbst wenn nur in Empfindungen und Gedanken.

 

Visual Ghost ist etwas, das zwischen der Performance und dem Publikum erscheint, oder wir könnten sagen zwischen einem Ereignis und einem Empfänger – ohne sie würde nichts ins Sein treten. Während des SODA Studiums beschäftigte ich mich in meiner Forschung damit, wie diese Phänomene durch den Körper, Klänge und Text ausgelöst werden können. Ich versuchte die Zuschauer in den beschriebenen Arten zu erreichen, um diese nicht realen aber dennoch anwesenden „Bilder“ zu erleben.

 

Ich konzentrierte mich auf widersprüchliche Körpersignale und den Gebrauch von Klängen, um geistige Bilder zu kreieren, oder die Wahrnehmung von Aktionen zu verzerren. Ich arbeitete mit der Idee, das Auge über Texte zu choreographieren und seine Verwendung als erweitere Wahrnehmung. Ich verkörperte den „Visual Ghost“, indem ich Spuren folgte, die im Raum verblieben.

 

In diesem Abschlussstück verbinde ich alle Studien und gehe nun das Konzept des “Visual Ghost” mit der Referenz zu Theater und Performance andersartig an. Der Raum wird dekonstruiert und diese Dekonstruktion ist ein Versuch die Performance „niederzureißen“. Das kann man sehen als die Geschichte der Geschichte der Geschichte oder die Erinnerung der Erinnerung der Erinnerung. Es gibt darin eine Logik, eine geisterhafte Logik.

 

Concept & Performance: Ixchel Mendoza Hernandez

Musik & Live Performance: Inon Peres

 

 

13.12. & 14.12. | 19 UHR | YUSUKE KIMURA „I SAW A SHADOW IN THE DARK“

©Yusuke Kimura
>©Yusuke Kimura

Yusuke Kimura beschäftigt sich in seinem Stück mit der Entwicklung einer auf Filmstudien und den Mechanismen von Film basierten Media Performance und überführt das Wissen und die Methodologie von Film und visuellen Medien in den Kontext der Performing Arts. Den Ausgangpunkt markiert die Recherche über den strukturalistischen/materialistischen Film, das Expanded Cinema sowie die vorfilmische Kinogeschichte, die in dem Versuch mündet, diese mit den heutigen visuellen Technologien zu reproduzieren. Diese frühen Experimentalfilme werden heute mit alten und veralteten Filmtechnologien wie Folienrollen, Filmprojektoren und Schnitttechniken ihrer Zeit assoziiert. Nichtsdestotrotz beleuchten sie das Phänomen „Film“, dessen Wissen und Methodologie Yusuke Kimura aktuell als hilfreich betrachtet, um die heutige visuelle Medienlandschaft zu überprüfen.

Nach dem Prozess der Reproduktion entwickelte Kimura Performance Fragmente mit persönlichen Filmerinnerungen. Nun stellt er Konzepte und Ideen von Film auf der Bühne vor, um die Sicht der Zuschauer zwischen Film und Performance zu verschieben und den Einfluss der visuellen Medien auf unsere Wahrnehmung der Wirklich zu zeigen.

 

Konzept, Regie, Multimedia Design: Yusuke Kimura
Performance: Tomoko Inoue, Yusuke Kimura

 

 

13.12. & 14.12. | 21 UHR | DAVID POLLMANN „YUKO & VORTEX“

David Pollmann | © Anne-Lena Michel
>David Pollmann | © Anne-Lena Michel

Ich träume nicht mehr. Entry requirements of art. Ich liebe Dich, Yuko. Yuko, ist alles unter Kontrolle? Ich dachte, Schlaf würde helfen. Ich weiß meinen Namen nicht mehr. Ich weiß nicht, wer ich bin. Ich brauche einen Kontext! Ich schreie. Yuko Sato. Vortex ist ein Zustand. Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose ist eine Rose. 50 Minuten. Man lebt nur einmal. Atemspende. Lass uns über Gender reden, Baby. Bric-à-Brac. Es ist kalt hier. Ich verstecke mich unter meinem Bett. Überall um mich herum Popcorn. Ich fühlte mich wie in einem Avantgarde Club in Tokyo in den 80ern. Historischer Körper. Hysterischer Körper. Institutionalised perception of art. Wir können es als Lampe benutzen. Kristalle. Das Raumschiff ist gelandet. Helmut Ploebst. Du kennst die Kack-Gewohnheiten der Katze. Ich kann eine Flamme sein. 15. November 1984. Bühnenstück. The work of art as the objectified experience of the artist and her time. Tanz ist entscheidend geworden. Rede nicht so viel, wenn du nicht bezahlt wirst. Do your shit yourself. Punk ist nicht tot. David Pollmann. Ich bin nicht jedermanns Liebling. Ich war ein bisschen enttäuscht von dem, was Du am Ende des Sommers präsentiert hattest, ich glaube, mehr Weiterentwicklung wäre möglich gewesen. Tiefschwarzes dickes Leder. Die Mechaniken der Veränderung. La condition humaine. Gerüste, Skelette. Die Performance ist das Objekt. Fleisch, Haut, Muskeln. Knochen. Wer ist sie? Organische Elemente. Sie fügt sich in Strukturen ein. Dies ist deine Geldbörse. Boogie-Woogie.

 

Konzept: David Pollmann

Performance: David Pollmann, Yuko Sato

 

 

17.12. & 18.12. | 19 UHR | HELENA BOTTO „ABRAHAMIC WHOLENESS (OR MY GOD IS BETTER THAN YOURS).“

Helena Botto | ©frame still from footage rehearsal
>Helena Botto | ©frame still from footage rehearsal

Im Anfang war das Wort und das Wort war bei Gott, und das Wort war Gott. (Johannes 1:1) Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er ihn; und schuf einen Mann und ein Weib. (Gen 1:27) Gott ist Geist (Johannes 4:24) Gehorsam und gute Worte. (Surat Muĥammad 47:21) Und er ist vor allem, und alles besteht in ihm. (Kol 1:17) Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. (John 1:3) Und sprachen zu Josua: Der HERR hat uns alles Land in unsre Hände gegeben; so sind auch alle Einwohner des Landes feig vor uns. (Josua 2:24) Da ergrimmte der Zorn des HERRN über die Kinder Israel. (Josua 7:1) Und der HERR sprach zu Josua: Fürchte dich nicht und zage nicht! Nimm mit dir alles Kriegsvolk und mache dich auf und zieh hinauf gen Ai!.” (Josua 8:1) Und da Israel alle Einwohner zu Ai erwürgt hatte auf dem Felde und in der Wüste, die ihnen nachgejagt hatten, und alle durch die Schärfe des Schwertes fielen, (Josua 8:24) Da baute Josua dem HERRN, dem Gott Israels, einen Altar auf dem Berge Ebal.(Josua 8:30) Verehre Allah, fürchte IHN.(Surat Nūĥ 71:3) Denn seine Augen sehen auf eines jeglichen Wege, und er schaut alle ihre Gänge (Hiob 34:21) Wenn ihr auf die, die ungläubig sind, trefft, dann schlagt (ihnen) auf die Nacken. Wenn ihr sie schließlich schwer niedergekämpft habt, dann schnürt (ihnen) die Fesseln fest. Danach gilt es, sie aus Gnade oder gegen Lösegeld zu entlassen. (Handelt so), bis der Krieg seine Waffenlasten ablegt. So ist es. (Surat Muĥammad 47:4) Sei es auf Erden der im Himmel, indem er Frieden machte durch sein Blut am Kreuz. (Kol 1:20) Die Augen des HERRN schauen an allen Orten beide, die Bösen und die Frommen. (Sprüche 15:3) Und Gott sah alles an, was er gemacht hatte, und siehe, es war gut. (Genesis 1:31) Seit wachsam. (Sprüche 15:3)

 

Konzept, Performance & Raum: Helena Botto

Sound design & Performance: Joshua Rutter